Mitsubishi Electric · FR E700
Diese Überstromauslösung tritt während des Betriebs mit konstanter Drehzahl auf, wenn der Ausgangsstrom des Umrichters etwa 230% seines Nennstroms erreicht oder überschreitet. Sie signalisiert oft einen plötzlichen Anstieg der Last, einen anhaltenden Überlastzustand oder einen elektrischen Fehler während des stationären Betriebs. Der Umrichter löst aus, um Schäden zu vermeiden.
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1. Überwachen Sie den tatsächlichen Ausgangsstrom (z.B. mit der Überwachungsfunktion des Umrichters oder einem externen Zangenamperemeter an den Ausgangsklemmen U, V, W) und die mechanische Last im Moment der Auslösung, um das spezifische Ereignis zu identifizieren, das den Stromstoß verursacht hat.
2. Überprüfen Sie, ob der Nennstrom (Pr. 3) und die Kapazität (Pr. 5) des Motors in den Umrichterparametern mit den Angaben auf dem Typenschild des Motors übereinstimmen. Stellen Sie sicher, dass der Umrichter für den Motor und die Spitzenlasten der Anwendung korrekt dimensioniert ist.
3. Überprüfen Sie die angetriebene Maschine auf potenzielle plötzliche Lastwechsel oder zeitweilige Blockierzustände. Beseitigen Sie alle Hindernisse oder passen Sie die Prozessparameter an, um eine Überlastung zu verhindern.
4. Bei getrennter Stromversorgung und entladenem Gleichstromzwischenkreis führen Sie einen Megger-Test (Isolationswiderstandstest) an den Motorwicklungen (U, V, W gegen Erde und U-V, V-W, W-U) und dem Motorkabel durch, um einen Isolationsdurchschlag zu erkennen.
5. Wenn die feldorientierte Regelung (FOC) verwendet wird, erwägen Sie eine leichte Verringerung der Stromregelverstärkung (z.B. Pr. 120 (Current control gain)), um die Stabilität zu verbessern, aber achten Sie auf eine träge Reaktion.
6. Überprüfen Sie auf lose oder korrodierte Verbindungen an den Motorklemmen (U, V, W) und im Motorklemmenkasten, die den Widerstand erhöhen und zu lokaler Erwärmung und Stromspitzen führen können.