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ErrorLib — Industrielle Fehlercodes Bibliothek

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OL1

Motor-Thermoüberlastfehler

Yaskawa · F7 Drive

Was bedeutet OL1 ?

Der OL1-Fehler wird ausgelöst, wenn der an den Umrichter angeschlossene Motor einen langanhaltenden Überstrom erfährt, wodurch seine thermische Kapazität überschritten wird. Dieser Schutz wird durch Parameter wie L1-01 (Schutzartwahl) und L1-02 (Überlastzeitkonstante) konfiguriert. Ein Weiterbetrieb des Motors unter OL1-Bedingungen birgt ein hohes Risiko für Schäden an Motorwicklungen und Isolation, was zu einem vorzeitigen Motorausfall und kostspieligen Stillstandszeiten führt.

Häufige Ursachen

  • Motorbemessungsstrom (Parameter L1-01) im Umrichter falsch eingestellt, unter dem tatsächlichen Nennstrom (Full Load Amps, FLA) des Motors laut Typenschild.
  • Mechanische Überlastung auf der Motorwelle aufgrund erhöhter Reibung, Blockierung oder eines festgefressenen Lagers in der angetriebenen Ausrüstung.
  • Beschleunigungs-/Verzögerungszeiten des Umrichters (Parameter C1-01, C1-02) zu kurz für die Lastträgheit eingestellt, was zu einem übermäßigen Spitzenstrom während Übergangsphasen führt.
  • Netzspannungsunsymmetrie von mehr als 2% an den Eingangsklemmen des Umrichters (L1, L2, L3), wodurch ein höherer Strom in einer Motorphase entsteht.
  • Ausfall des Motorlüfters oder verstopfte Kühlrippen am Motor selbst, was zu einer unzureichenden Wärmeableitung führt.
Verifizierte technische Daten. Zuletzt aktualisiert: April 2026

Verwandte Fehlercodes

3021Speed Search Retry ErrorBUSCommunication Bus FaultBUS Option Com ErrOption Communication Error
Quelle: Yaskawa F7 Drive
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Reparaturschritte & Checkliste

Klicken Sie auf Schritte, um Ihren Fortschritt zu verfolgen.

  1. 1

    Lesen Sie das Motortypenschild und überprüfen Sie, ob Parameter L1-01 (Motor Rated Current) im Umrichter mit den Full Load Amps (FLA) des Motors übereinstimmt. Passen Sie ihn bei Bedarf an.

  2. 2

    Messen Sie den tatsächlichen Strom (Amps) auf allen drei Motorphasen mit einer Stromzange (z.B. Fluke 376 FC) während des Normalbetriebs und vergleichen Sie ihn mit dem in L1-01 eingestellten Wert.

  3. 3

    Trennen Sie die Stromversorgung und drehen Sie die Motorwelle und die angeschlossene Last manuell. Überprüfen Sie eine reibungslose, freie Rotation ohne übermäßigen Widerstand oder Blockierung.

  4. 4

    Führen Sie mit einem Isolationsmessgerät (z.B. Megger MIT420) einen Isolationswiderstandstest der Motorwicklung von jeder Phase zu Erde durch (500VDC für 1 Minute).

  5. 5

    Überwachen Sie die Motortemperatur direkt mit einer Wärmebildkamera (z.B. FLIR T540) und vergleichen Sie sie mit den Grenzwerten der Isolationsklasse des Motors (z.B. Class F, 155°C).

  6. 6

    Überprüfen Sie die Symmetrie der Versorgungsspannung an den Eingangsklemmen des Umrichters (L1, L2, L3) mit einem Multimeter (z.B. Fluke 87V) und stellen Sie sicher, dass die Phasenspannungen innerhalb von 2% voneinander liegen.

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