Yaskawa · F7 Drive
Der OL1-Fehler wird ausgelöst, wenn der an den Umrichter angeschlossene Motor einen langanhaltenden Überstrom erfährt, wodurch seine thermische Kapazität überschritten wird. Dieser Schutz wird durch Parameter wie L1-01 (Schutzartwahl) und L1-02 (Überlastzeitkonstante) konfiguriert. Ein Weiterbetrieb des Motors unter OL1-Bedingungen birgt ein hohes Risiko für Schäden an Motorwicklungen und Isolation, was zu einem vorzeitigen Motorausfall und kostspieligen Stillstandszeiten führt.
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Lesen Sie das Motortypenschild und überprüfen Sie, ob Parameter L1-01 (Motor Rated Current) im Umrichter mit den Full Load Amps (FLA) des Motors übereinstimmt. Passen Sie ihn bei Bedarf an.
Messen Sie den tatsächlichen Strom (Amps) auf allen drei Motorphasen mit einer Stromzange (z.B. Fluke 376 FC) während des Normalbetriebs und vergleichen Sie ihn mit dem in L1-01 eingestellten Wert.
Trennen Sie die Stromversorgung und drehen Sie die Motorwelle und die angeschlossene Last manuell. Überprüfen Sie eine reibungslose, freie Rotation ohne übermäßigen Widerstand oder Blockierung.
Führen Sie mit einem Isolationsmessgerät (z.B. Megger MIT420) einen Isolationswiderstandstest der Motorwicklung von jeder Phase zu Erde durch (500VDC für 1 Minute).
Überwachen Sie die Motortemperatur direkt mit einer Wärmebildkamera (z.B. FLIR T540) und vergleichen Sie sie mit den Grenzwerten der Isolationsklasse des Motors (z.B. Class F, 155°C).
Überprüfen Sie die Symmetrie der Versorgungsspannung an den Eingangsklemmen des Umrichters (L1, L2, L3) mit einem Multimeter (z.B. Fluke 87V) und stellen Sie sicher, dass die Phasenspannungen innerhalb von 2% voneinander liegen.