Lenze · 9300 Series
Das Antriebssystem enthält Schutzmaßnahmen gegen Kurzschlüsse, wenn auch in begrenztem Umfang, gemäß EN 61800-5-1. Dieser Fehler weist auf einen anormalen Strompfad hin, der potenziell einen übermäßigen Stromfluss und Schäden an internen Komponenten oder der angeschlossenen Verkabelung verursachen kann. Eine Fehlerquittierung ist erforderlich, um diesen Zustand zu beheben und den Betrieb wieder aufzunehmen.
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Motorphasenkabel (U, V, W) von den Antriebsausgangsklemmen (T1, T2, T3) trennen. Den Widerstand zwischen jeder Phase und Masse (Motorgehäuse) mit einem Multimeter messen (erwartet >1M Ohm).
Die gesamte Länge des Motorleistungskabels auf physische Schäden, Isolationsdurchbruch oder Anzeichen von Überhitzung prüfen. Kabel ersetzen, wenn der Isolationswiderstand (gemessen mit einem Megohmmeter bei 1000VDC) unter 5MOhm liegt.
Bei abgeklemmtem Motor den Antrieb einschalten. Bleibt der Fehler bestehen, alle am drive I/O terminals (z.B. X1-1 bis X1-10) angeschlossenen Steuerleitungen auf Kurzschlüsse gegen Masse oder andere Signale prüfen.
Wenn ein externer Bremswiderstand verwendet wird, dessen Anschlüsse zum Antrieb trennen. Den Widerstandswert mit einem Ohmmeter messen und mit dem angegebenen Wert (z.B. 20 Ohms für einen 5kW drive) vergleichen.
Bleibt der Fehler bestehen, nachdem alle externen Anschlüsse (motor, brake resistor, control I/O) entfernt wurden, sind wahrscheinlich die internen Leistungskomponenten des Antriebs (z.B. IGBTs) beschädigt, was einen Antriebsaustausch oder Werksservice erforderlich macht.