Vacon NXS/NXP
88 Fehlercodes dokumentiert
Überstrom
Der Umrichter hat einen übermäßig hohen Strom (>4*IH) im Motorkabel erkannt, welcher durch eine plötzliche, starke Lastzunahme, einen Kurzschluss in den Motorkabeln oder einen falsch dimensionierten Motor verursacht werden kann. Dieser Zustand kann zu schweren Schäden am Motor, an den Kabeln oder an den internen Leistungskomponenten des Umrichters führen, wenn er nicht umgehend behoben wird.
Überspannung
Die DC-link-Spannung im Umrichter hat ihre vordefinierten sicheren Betriebsgrenzen überschritten. Häufige Ursachen sind zu kurze Bremszeiten, hohe Überspannungsspitzen aus der eingehenden AC-Versorgung oder eine sehr schnelle Start/Stopp-Sequenz. Anhaltende Überspannung kann zu kritischen Schäden an den DC-link-Kondensatoren und IGBTs des Umrichters führen.
Erdschluss
Das Strommesssystem des Antriebs hat erkannt, dass die Summe der Motorphasenströme nicht null ist, was auf einen Leckstrom zur Erde hinweist. Dies ist typischerweise die Folge einer Isolationsstörung innerhalb der Motorwicklungen oder der Motorkabel. Ein ungelöster Erdschluss stellt ein erhebliches elektrisches Sicherheitsrisiko dar und kann sowohl am Motor als auch am Antrieb schwere Schäden verursachen.
Ladeschalter
Der interne Ladeschalter, der für das Vorladen der DC-Link-Kondensatoren verantwortlich ist, bleibt bei einem START-Befehl offen. Dies deutet entweder auf eine betriebliche Fehlfunktion oder eine defekte interne Komponente im Antrieb hin. Wenn dieser Fehler bestehen bleibt, kann der Antrieb nicht starten und betrieben werden, was auf ein ernsthaftes internes Hardwareproblem hindeutet.
Not-Aus
Ein Not-Aus-Signal wurde von einer Option Board empfangen, wodurch der Antrieb sofort den Betrieb einstellt. Dies ist eine kritische Sicherheitsverriegelungsfunktion. Der Antrieb bleibt gestoppt und akzeptiert keine neuen Fahrbefehle, bis der Not-Aus-Zustand behoben und die Integrität des Sicherheitsstromkreises überprüft wurde.
Saturation trip
Dieser Fehler weist auf einen schwerwiegenden internen Komponentenfehler hin, möglicherweise im Zusammenhang mit einem kurzgeschlossenen oder überlasteten Bremswiderstand. Es handelt sich um einen kritischen Fehler, der den normalen Antriebsbetrieb verhindert und sofortige, spezialisierte Aufmerksamkeit erfordert. Der Versuch, den Antrieb neu zu starten oder die Stromversorgung wiederherzustellen, ohne die Grundursache zu beheben, birgt das Risiko weiterer katastrophaler Schäden am Gerät.
Systemfehler
Dieser Fehler weist auf einen Komponentenausfall oder eine fehlerhafte Funktion innerhalb des Frequenzumrichtersystems hin. Untercodes in T.14 liefern spezifischere Informationen, wie z.B. Probleme mit der Motor-Spannungsrückmeldung (S1), ASIC-Auslösung (S4), VaconBus-Störung (S5), Ladeschalter (S6, S7), Kommunikation der Leistungseinheit (S9, S10, S11) oder mangelnde Stromversorgung der Treiberkarte (S8). Wenn nicht behoben, deutet dies auf ein internes Hardware- oder Kommunikationsproblem hin.
Unterspannung
Die DC-link Spannung ist unter die in Table 37 definierten Spannungsgrenzen gefallen. Dies wird höchstwahrscheinlich durch eine niedrige oder unterbrochene Versorgungsspannung verursacht. Subcodes in T.14 (S1, S2, S3) können anzeigen, ob der DC-link während des Betriebs zu niedrig war, keine Daten von der power unit empfangen wurden oder die undervoltage control supervision ausgelöst hat. Ein persistenter Unterspannungszustand kann den drive daran hindern, zu funktionieren oder neu zu starten.
Eingangsleitungsüberwachung
Der Umrichter hat eine fehlende Phase in der eingehenden Wechselspannungsversorgung erkannt. Dies deutet typischerweise auf ein Problem mit der Stromversorgung hin, wie eine durchgebrannte Eingangssicherung, ein ausgelöster Leistungsschalter oder ein getrenntes Versorgungskabel. Der Betrieb des Umrichters mit einer fehlenden Eingangsphase kann zu internen Schäden führen, insbesondere an der Eingangs-Gleichrichterbrücke.
Ausgangsphasenüberwachung
Das Strommesssystem des Antriebs zeigt an, dass in einer der Motorphasen kein Strom fließt. Dies deutet auf ein Problem mit der Motorkabelverbindung, einen Kabelbruch oder ein Problem im Motor selbst, wie z.B. eine Unterbrechung der Wicklung, hin. Der Betrieb des Antriebs mit einer fehlenden Ausgangsphase kann sowohl den Motor als auch den Wechselrichterteil des Antriebs schwer beschädigen.
Brake chopper Überwachung
Dieser Fehler weist auf ein Problem mit dem Bremssystem hin, insbesondere darauf, dass kein Bremswiderstand installiert ist, der installierte Bremswiderstand defekt ist (Unterbrechung), oder ein interner Fehler im Brake chopper selbst vorliegt. Der Antrieb kann regenerative Energie während der Verzögerung nicht ableiten ohne einen funktionierenden Bremswiderstand und Chopper.
Frequenzumrichter Untertemperatur
Die Kühlkörpertemperatur des Frequenzumrichters ist unter –10 °C gefallen. Der Betrieb des Antriebs außerhalb seines spezifizierten Temperaturbereichs kann die Komponentenleistung und Lebensdauer beeinträchtigen.
Frequenzumrichter Übertemperatur
Die Kühlkörpertemperatur des Umrichters hat ihre maximale sichere Betriebsgrenze überschritten (z.B. 90 °C oder 77 °C für bestimmte Modelle). Dies wird häufig durch unzureichenden Kühlluftstrom, Staubansammlung auf den Kühlkörpern, hohe Umgebungstemperaturen oder eine übermäßige Schaltfrequenz relativ zur Motorlast verursacht. Anhaltende Übertemperatur wird die Leistungskomponenten des Umrichters stark beeinträchtigen und beschädigen.
Motor blockiert
Der Motor ist blockiert, das bedeutet, er dreht sich trotz eines Laufbefehls nicht. Dies ist typischerweise auf eine übermäßige mechanische Last oder eine Blockade zurückzuführen, die die Rotation verhindert. Ein blockierter Motor zieht einen sehr hohen Strom, was zu einer schnellen Überhitzung der Motorwicklungen und potenziell der Ausgangsstufe des Antriebs führt.
Motorübertemperatur
Das interne Motortemperaturmodell des Antriebs oder ein externer Sensor zeigt an, dass der Motor mit einer übermäßig hohen Temperatur betrieben wird, hauptsächlich aufgrund einer zu hohen Last. Eine längere Motorübertemperatur führt zur Degradation der Motorwicklungsisolierung, was zu einem vorzeitigen Motorausfall und erhöhtem Energieverbrauch führt.
Motorunterlast
Der Motorunterlastschutz hat ausgelöst, was darauf hinweist, dass der Motor mit unzureichender mechanischer Last oder überhaupt keiner Last betrieben wird. Dies kann durch einen gerissenen Riemen, Pumpenkavitation, eine entkuppelte Welle oder eine Prozessanomalie verursacht werden. Der Betrieb im Unterlastzustand kann manchmal zu Antriebsinstabilität führen oder ein mechanisches Problem signalisieren, das Aufmerksamkeit erfordert.
Ungleichgewicht
Ein Ungleichgewicht wurde zwischen Leistungsmodulen innerhalb parallelgeschalteter Leistungseinheiten festgestellt. Dies deutet auf eine Diskrepanz bei der Stromaufteilung oder Leistung unter den Modulen hin, was zu ungleichmäßigem Verschleiß und einer verkürzten Lebensdauer der Leistungskomponenten führen kann. Wenn persistent, deutet dieser Fehler auf ein internes Problem innerhalb des parallelgeschalteten Leistungssystems hin.
EEPROM-Prüfsummenfehler
Ein Fehler ist beim Speichern von Parametern im EEPROM aufgetreten, oder die Prüfsumme der gespeicherten Parameter ist fehlerhaft. Dies deutet auf eine potenzielle Betriebsfehlfunktion oder eine defekte Speicherkonponente innerhalb des Antriebs hin. Dieser Fehler kann zum Verlust von Antriebsparametern führen, wodurch der Antrieb mit Standard- oder falschen Einstellungen arbeitet.
Zählerfehler
Die internen Zähler des Umrichters zeigen falsche Werte an, was auf eine potenzielle Datenkorruption oder einen internen Verarbeitungsfehler hindeutet. Obwohl nicht unmittelbar kritisch für den Motorbetrieb, können ungenaue Zählerdaten zu fehlerhafter Systemprotokollierung oder Fehldiagnosen führen. Dieser Fehler deutet normalerweise auf ein internes Software- oder Hardwareproblem der Steuereinheit hin.
Mikroprozessor-Watchdog-Fehler
Der interne Mikroprozessor-Watchdog des Antriebs wurde ausgelöst, was darauf hindeutet, dass die Steuerungssoftware oder -hardware nicht mehr reagiert oder einen unerwarteten Zustand erreicht hat. Dies kann auf eine Betriebsstörung oder eine defekte interne Komponente zurückzuführen sein. Ein dauerhafter Watchdog-Fehler verhindert die ordnungsgemäße Steuerung und den Betrieb des Antriebs.
Anlauf verhindert
Die Anlaufsequenz des Antriebs wurde gesperrt, typischerweise weil ein Startanforderungssignal aktiv war, während ein neues Anwendungsprogramm heruntergeladen wurde oder nach einer Konfigurationsänderung. Dies ist eine Sicherheitsfunktion, die dazu dient, unbeabsichtigte Motorstarts zu verhindern. Der Antrieb wird den Betrieb erst aufnehmen, wenn dieser präventive Zustand sicher behoben ist.
Thermistor fault
Der thermistor input auf einer option board hat einen Anstieg der motor temperature über sichere Grenzen hinaus erkannt, oder der input selbst ist nicht ordnungsgemäß terminiert, falls unbenutzt. Dies deutet auf eine potenzielle motor overload oder unzureichende motor cooling hin. Überhitzung kann die motor windings schwer beschädigen, die Lebensdauer des Motors verkürzen und zu efficiency losses führen.
Safe disable
Der 'Safe Disable'-Eingang an einer OPTAF-Platine ist offen, wodurch eine Sicherheitsverriegelung aktiviert wird, die den Antriebsbetrieb verhindert. Diese Funktion wird typischerweise verwendet, um den Antrieb für Wartungs- oder Notfallsituationen sicher herunterzufahren oder den Start zu unterbinden. Der Antrieb bleibt deaktiviert, bis dieser Sicherheitszustand behoben ist.
IGBT-Temperatur (Hardware)
Der Übertemperaturschutz auf Hardware-Ebene für die IGBT-Wechselrichterbrücke hat ausgelöst, was auf einen übermäßig hohen kurzzeitigen Überlaststrom hindeutet. Dies kann durch eine hohe Motorbelastung oder einen falsch dimensionierten Motor verursacht werden. Anhaltend hohe Temperaturen können die IGBTs dauerhaft beschädigen und zu einem katastrophalen Ausfall des Drives führen.
Lüfterkühlung
Der Kühlgebläse des AC-Antriebs konnte beim Ausgeben eines Laufbefehls nicht starten. Dies deutet auf einen möglichen Lüftermotorfehler, ein Verdrahtungsproblem oder ein Problem mit der internen Lüftersteuerschaltung des Antriebs hin. Ohne ausreichende Kühlung überhitzt der Antrieb schnell und löst aus, was potenziell zu Schäden an internen Leistungskomponenten führen kann.
CAN-Bus-Kommunikation
Eine über den CAN-Bus gesendete Nachricht wurde von einem anderen Gerät im Netzwerk nicht bestätigt. Dies deutet typischerweise auf ein Kommunikationsproblem hin, wie z. B. ein falsch konfiguriertes Gerät, einen getrennten Bus oder einen Fehler in der physikalischen Schicht des CAN-Netzwerks. Ein Kommunikationsverlust kann die ordnungsgemäße Steuerung und Überwachung des Antriebs verhindern.
Applikation
Es wurde ein Problem in der Applikationssoftware des Umrichters festgestellt. Dies könnte auf einen Programmierfehler, eine beschädigte Applikationsdatei oder einen unerwarteten Laufzeitzustand zurückzuführen sein. Ein Applikationsfehler verhindert, dass der Umrichter seine programmierten Funktionen korrekt oder überhaupt ausführt, wodurch der Maschinenbetrieb gestört wird.
Steuereinheit
Es besteht eine Inkompatibilität oder ein Kommunikationsfehler zwischen der NXS Control Unit und der NXP Power Unit (oder umgekehrt). Dies verhindert, dass die Steuereinheit die Power Unit ordnungsgemäß ansteuert, wodurch der Antrieb effektiv unbrauchbar wird. Dies wird häufig durch nicht übereinstimmende Hardwarekomponenten oder Probleme mit dem internen Kommunikationsbus verursacht.
Gerät geändert (gleicher Typ)
Eine Optionsplatine wurde durch eine andere Platine vom exakt gleichen Typ ersetzt, die zuvor im selben Steckplatz verwendet wurde. Der Antrieb hat den Austausch erkannt und hat die alten Parameter-Einstellungen noch verfügbar. Dies ist primär ein informativer Alarm, der die Hardware-Änderung anzeigt und dass der Antrieb bereit ist, die zuvor gespeicherten Einstellungen zu verwenden.
Gerät hinzugefügt (gleicher Typ)
Eine Optionsplatine vom gleichen Typ, die zuvor im selben Steckplatz verwendet wurde, wurde dem Antrieb hinzugefügt. Der Antrieb erkennt die Platine und hat ihre Parameter verfügbar. Dies ist primär ein Informationsalarm, der anzeigt, dass der Antrieb bereit ist, die zuvor gespeicherten Einstellungen für diese spezifische Platine zu verwenden.
Gerät entfernt
Eine Optionsplatine wurde aus ihrem Steckplatz entfernt, wodurch das Gerät dem Antrieb nicht mehr zur Verfügung steht. Dies weist auf eine Konfigurationsänderung hin, bei der eine zuvor installierte Platine nicht mehr vorhanden ist. Der Antrieb muss diese Änderung bestätigen, um den Fehlerstatus zu löschen.
Gerät unbekannt
Eine unbekannte oder nicht erkannte Leistungseinheit oder Optionsplatine wurde an den Umrichter angeschlossen. Dies weist auf eine inkompatible Hardwarekomponente hin, die der Umrichter nicht identifizieren oder mit der er nicht arbeiten kann. Der Umrichter kann erst ordnungsgemäß starten oder funktionieren, wenn ein kompatibles Gerät installiert ist.
IGBT-Temperatur
Der Übertemperaturschutz der IGBT-Wechselrichterbrücke wurde ausgelöst, aufgrund von übermäßig hohen kurzzeitigen Überlastströmen. Dies kann durch eine hohe Motorbelastung oder einen falsch dimensionierten Motor verursacht werden. Anhaltend hohe Temperaturen können die IGBTs dauerhaft beschädigen und zu einem katastrophalen Ausfall des Antriebs führen.
Bremswiderstand Übertemperatur
Der Übertemperaturschutz des Bremswiderstands hat ausgelöst, was darauf hindeutet, dass der Bremswiderstand zu viel Energie ableitet, wahrscheinlich aufgrund übermäßig starker oder häufiger Bremszyklen. Dieser Zustand kann zu einem vorzeitigen Ausfall des Widerstands oder einer Brandgefahr führen, wenn er nicht behoben wird.
Encoder-Fehler
Es wurde ein Problem mit den Encoder-Signalen erkannt, wie z.B. fehlende Kanäle (A oder B), vertauschte Richtung oder eine fehlende Encoder-Platine. Dies verhindert eine genaue Rückmeldung von Motorgeschwindigkeit und -position, was zu einer instabilen oder fehlerhaften Motorregelung in Closed-Loop-Anwendungen führt.
Gerät geändert (anderer Typ)
Eine Optionsplatine oder Leistungseinheit wurde durch ein Gerät eines anderen Typs oder einer anderen Leistungsstufe ersetzt. Der Antrieb erkennt diese Inkompatibilität und erfordert eine vollständige Neukonfiguration. Wenn Parameter nicht korrekt zurückgesetzt und angepasst werden, kann der Antrieb fehlerhaft arbeiten, instabil werden oder nicht starten.
Gerät hinzugefügt (anderer Typ)
Eine neue Optionsplatine eines anderen Typs wurde dem Umrichter hinzugefügt. Der Umrichter erkennt die neue Hardware, erfordert jedoch eine spezifische Konfiguration, um sie ordnungsgemäß zu integrieren. Ohne die korrekte Parametereinstellung funktioniert die neu hinzugefügte Optionsplatine möglicherweise nicht oder könnte Systeminstabilität verursachen.
Division durch Null in der Anwendung
Ein Fehler 'Division durch Null' ist innerhalb des benutzerdefinierten Anwendungsprogramms aufgetreten, das auf dem Antrieb läuft. Dies weist auf einen mathematischen Fehler in der Programmlogik hin, der dazu führen kann, dass der Antrieb stoppt oder sich unvorhersehbar verhält. Bleibt dies unbeachtet, kann der Antrieb den betroffenen Teil der Anwendung nicht ausführen, was den Betrieb stört.
Analogue input I in < 4mA
Der Analogeingang, der für einen 4-20 mA Stromkreis konfiguriert ist, empfängt ein Stromsignal unter 4mA. Dies deutet typischerweise auf einen Bruch oder eine lose Verbindung im Steuerkabel oder einen Ausfall des Signalquellgeräts hin. Der Verlust des analogen Signals bedeutet, dass der Antrieb seine vorgesehene Referenz oder Rückmeldung nicht erhalten kann, was zu einer fehlerhaften Steuerung führt.
External fault
Ein als External fault konfigurierter Digitaleingang wurde ausgelöst, was einen Fehlerzustand in einem externen Gerät anzeigt, das mit dem Umrichter verbunden ist. Dies führt dazu, dass der Umrichter auslöst und einen weiteren Betrieb verhindert, bis der External fault behoben ist. Das spezifische externe Gerät muss identifiziert und der External fault behoben werden.
Tastatur-Kommunikationsfehler
Die Kommunikation zwischen dem Bedienfeld (oder der NCDrive-Software) und dem Antrieb ist fehlgeschlagen. Dies liegt normalerweise an einer defekten physischen Verbindung oder einem Kabel. Der Verlust der Tastaturkommunikation bedeutet, dass der Antrieb nicht lokal über das Bedienfeld überwacht oder gesteuert werden kann.
Fieldbus Fehler
Die Datenverbindung zwischen dem Fieldbus Master und der Fieldbus Optionskarte des Umrichters ist defekt, was zu einem Kommunikationsverlust führt. Dies verhindert, dass der Umrichter über das Fieldbus Netzwerk gesteuert oder überwacht wird, wodurch integrierte Systemabläufe gestört werden. Eine falsche Installation oder ein fehlerhafter Fieldbus Master sind häufige Ursachen.
Slot-Fehler
Es wurde eine defekte Optionsplatine oder ein fehlerhafter Steckplatz innerhalb des Antriebs erkannt. Dies deutet auf einen Hardwarefehler hin, der verhindert, dass die Optionsplatine korrekt funktioniert oder vom Antrieb erkannt wird. Dieser Fehler beeinträchtigt jede Funktionalität, die mit der betroffenen Optionsplatine verbunden ist.
Over Temp.
Ein interner Temperatursensor hat eine Temperatur registriert, die seine vordefinierte Grenze überschreitet, oder der Sensor selbst ist getrennt oder kurzgeschlossen. Dies deutet auf unzureichende Kühlung, übermäßige Last oder eine Sensorfehlfunktion hin. Überhitzung kann zu vorzeitigem Komponentenausfall und schweren Schäden am drive führen.
Identifikation
Der Motoridentifikationslauf, der entscheidend ist, um den AC drive auf die spezifischen elektrischen Eigenschaften des Motors abzustimmen, ist fehlgeschlagen. Dies kann auftreten, wenn der Laufbefehl vorzeitig entfernt wurde, der Motor nicht korrekt an den AC drive angeschlossen ist oder während des Vorgangs eine externe Last auf der Motorwelle vorhanden ist. Ein erfolgloser Identifikationslauf kann zu suboptimaler Motorsteuerung und -leistung führen.
Bremse
Die tatsächliche Statusrückmeldung von der mechanischen Bremse (z.B. offen/geschlossen) stimmt nicht mit dem Steuersignal des Antriebs für die Bremse überein. Dies deutet auf eine Fehlfunktion im Bremsmechanismus, seinem Rückmeldesensor oder der zugehörigen Verdrahtung hin. Eine fehlerhafte Bremse stellt ein Sicherheitsrisiko dar und kann den ordnungsgemäßen Maschinenbetrieb oder das Halten verhindern.
Follower communication
Die Kommunikation zwischen den Master- und Follower-Antrieben über den SystemBus oder die CAN-Kommunikationsverbindung wurde unterbrochen. Dies könnte auf falsche Option Board Parameter oder ein beschädigtes/getrenntes Kommunikationskabel (optical fibre oder CAN) zurückzuführen sein. Der Verlust der Kommunikation verhindert den synchronisierten Betrieb in einem Master-Follower-System, was zu Betriebsstopps führt.
Kühlung
Das Kühlmittelzirkulationssystem für einen flüssigkeitsgekühlten Antrieb ist ausgefallen. Dies bedeutet, dass der Antrieb keine ausreichende Kühlung erhält, was schnell zu Übertemperaturzuständen und potenziellen schweren Schäden an internen Komponenten führen wird. Dies erfordert sofortige Aufmerksamkeit für das externe Kühlsystem.
Drehzahlfehler
Die Ist-Drehzahl des Motors weicht erheblich von der Soll-Drehzahl ab. Dies kann durch eine fehlerhafte Encoder-Verbindung verursacht werden (falls ein Encoder verwendet wird), oder bei Permanentmagnet-Synchronmotoren (PMS-Motoren) durch Überschreiten des pull-out torque. Ein unbehobener Drehzahlfehler führt zu ungenauer Motorsteuerung, schlechter Prozessleistung und potenzieller Instabilität.
Lauf gesperrt
Das 'Run Enable'-Signal, das für den Betrieb des Antriebs erforderlich ist, ist derzeit niedrig oder inaktiv. Dies ist eine Sicherheitsverriegelung, die dazu dient, den Start des Antriebs zu verhindern. Der Antrieb bleibt deaktiviert, bis die Run Enable-Bedingung erfüllt ist und das entsprechende Signal aktiv ist.
Not-Halt
Ein Not-Halt-Befehl wurde vom Antrieb entweder über einen Digitaleingang oder über den Feldbus empfangen, was zu einem sofortigen Stillstand des Betriebs führt. Dies ist eine kritische Sicherheitsfunktion, die die Maschinen im Notfall stoppt. Der Antrieb akzeptiert keinen neuen Fahrbefehl, bis der Fehler zurückgesetzt und die Not-Halt-Bedingung vollständig behoben ist.
Eingangsschalter offen
Der Hauptleistungsschalter für den Antrieb wird als offen erkannt, wodurch die Stromversorgung des Antriebs verhindert und dieser betriebsunfähig wird. Dies könnte sich auf einen physischen Trennschalter, einen ausgelösten Leistungsschalter oder einen internen Schütz beziehen. Der Antrieb kann ohne eingehende Stromversorgung nicht funktionieren.
Übertemperatur
Ein interner Temperatursensor hat eine Temperatur registriert, die ihren vordefinierten Grenzwert überschreitet, oder der Sensor selbst ist getrennt oder kurzgeschlossen. Dies deutet auf eine unzureichende Kühlung, übermäßige Last oder eine Sensorfehlfunktion hin. Überhitzung kann zu vorzeitigem Komponentenausfall und schweren Schäden am Antrieb führen.
Folgeantriebsfehler
In einer Master-Follower-Konfiguration wird dieser Fehlercode generiert, wenn einer oder mehrere der Folgeantriebe in einen Fehlerzustand übergehen. Dies weist auf ein zugrunde liegendes Problem mit einem spezifischen Folgeantrieb hin, das sich dann auf den Master ausbreitet. Der Master kann den Normalbetrieb nicht wieder aufnehmen, bis der Hauptfehler am/an den Folgeantrieb(en) identifiziert und behoben ist.
Überstromfehler
Der Umrichter hat einen ungewöhnlich hohen Strom in einer der Ausgangsphasen erkannt, der eine Hardware-Auslösegrenze von dem 4-fachen des Nennstroms (Ih) überschreitet. Dies deutet auf einen unmittelbaren und schweren elektrischen Überlastzustand hin. Bleibt dieser unbehoben, kann dies zu Komponentenschäden oder Systeminstabilität führen.
Überspannungsfehler
Die DC-link Spannung hat die Schutzgrenzen des Umrichters überschritten (z.B. über 911 Vdc für ein 500 Vac Gerät oder 1200 Vdc für ein 690 Vac Gerät). Dies kann ein Hardware-Auslöser oder eine anhaltende Überspannung aufgrund der Steuerungsüberwachung sein. Eine anhaltende Überspannung kann Leistungskomponenten beschädigen und die Lebensdauer des Umrichters verkürzen.
Erdschluss
Der Erdschlussschutz stellt sicher, dass die Summe der Ausgangsphasenströme nicht Null ist, was auf einen Ableitstrom zur Erde hindeutet. Dieser Schutz arbeitet in Verbindung mit dem Überstromschutz bei hohen Erdschlussströmen. Ein unbehobener Erdschluss stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar und kann schwere Schäden am Antrieb oder Motor verursachen.
Unterspannungsfehler
Die DC-link-Spannung ist unter die akzeptablen Grenzwerte gefallen, was möglicherweise eine Unterspannungsüberwachung (S3) ausgelöst hat. Dies könnte durch eine niedrige Versorgungsspannung, einen internen Frequenzumrichterfehler, eine defekte Eingangssicherung oder einen offenen externen Ladeschalter verursacht werden. Langanhaltende Unterspannung kann zu unregelmäßigem Antriebsverhalten und Komponentenbelastung führen.
Netzsynchronisationsfehler
Der Umrichter hat eine fehlende Eingangsphasenleitung erkannt, wie durch die Phasenüberwachung für die Diodenversorgung (S1) und das Active Front End (S2) angezeigt. Dies bedeutet, dass eine oder mehrere eingehende Leistungsphasen nicht vorhanden oder stark beeinträchtigt sind. Der Betrieb mit einer fehlenden Phase kann Schäden am Umrichter und an angeschlossenen Geräten verursachen.
Netzphasenüberwachung
Das Strommesssystem hat ein Ungleichgewicht festgestellt, bei dem ein Phasenstrom entweder fehlt oder sich erheblich von den anderen Phasen unterscheidet. Dies deutet auf ein Problem bei der Stromversorgung des Motors hin. Der Betrieb mit unsymmetrischen Phasen kann zu Motorüberhitzung und Belastung der Antriebskomponenten führen.
Antriebs-Untertemperaturfehler
Die Kühlkörpertemperatur des Antriebs ist unter einen akzeptablen Betriebsgrenzwert gefallen, speziell unter –10°C. Der Betrieb bei zu niedrigen Temperaturen kann die Leistung und Lebensdauer elektronischer Komponenten beeinträchtigen.
Antrieb Übertemperaturfehler
Die Kühlkörpertemperatur des Antriebs hat ihre zulässigen Betriebsgrenzen überschritten, wodurch ein Fehler ausgelöst wurde. Eine Übertemperaturwarnung geht typischerweise der tatsächlichen Auslösegrenze voraus. Anhaltend hohe Temperaturen reduzieren erheblich die Lebensdauer von Leistungshalbleitern und anderen internen Komponenten.
EEPROM-Checksummenfehler
Es ist ein Fehler bei der EEPROM-Checksum aufgetreten, der auf einen Parameterspeicherfehler, einen fehlerhaften Vorgang während der Datenspeicherung oder einen Komponentenausfall im EEPROM-Speicher hinweist. Dies kann zu einer falschen Antriebskonfiguration führen.
Zählerfehler
Die auf den internen Zählern des Antriebs angezeigten Werte sind falsch oder beschädigt. Dies beeinträchtigt die Genauigkeit der Betriebsdatenerfassung.
Microprosessor Watchdog-Fehler
Der interne Watchdog-Timer des Antriebs hat ein Problem erkannt, das den normalen Betrieb oder Start des Mikroprozessors verhindert. Dies kann auftreten, wenn der Start des Antriebs verhindert wird oder eine Laufanforderung aktiv ist, während eine neue Anwendung geladen wird. Dieser Fehler weist auf ein kritisches internes Steuerungsproblem hin.
Anlaufverhinderung
Die Anlaufsequenz des Antriebs wurde verhindert, möglicherweise weil eine Laufanforderung aktiv war, während eine neue Applikation geladen wurde. Dies ist eine Sicherheitsmaßnahme, um unbeabsichtigten Betrieb während kritischer Konfigurationsänderungen zu verhindern.
Thermistorfehler
Der Thermistor-Eingang auf der Optionsplatine hat eine übermäßig hohe Motortemperatur erkannt. Dieser Fehler kann durch Motorüberhitzung oder ein defektes Thermistorkabel verursacht werden. Weiterer Betrieb mit einem überhitzten Motor kann zu Wicklungsschäden führen.
IGBT temperature
Der IGBT Inverter Bridge Übertemperaturschutz wurde aufgrund eines übermäßig hohen kurzzeitigen Überlaststroms aktiviert. Dies deutet darauf hin, dass die Leistungshalbleiter über ihre sicheren Betriebsgrenzen hinaus beansprucht werden. Wiederholte Auslösungen können die IGBTs beeinträchtigen.
Gerät hinzugefügt (Standardparameter)
Eine Optionsplatine eines anderen Typs wurde in den Umrichter eingesetzt, was dazu führt, dass der Umrichter Standardparameter lädt. Dies weist auf eine Änderung der Hardwarekonfiguration hin, die eine Neu-Parametrierung erfordert.
4mA Überwachung
Der Strom an einem analogen Eingang ist unter den 4mA Überwachungsgrenzwert gefallen. Dies deutet typischerweise auf einen Fehler in der Signalquelle, ein gebrochenes Steuerkabel oder eine lose Verbindung innerhalb der Stromschleifenschaltung hin. Dies bedeutet, dass der Umrichter keine erwartete Sensorrückmeldung erhält.
Externer Fehler
Ein digitaler Eingang, der für die externe Fehlerüberwachung konfiguriert ist, wurde aktiviert und signalisiert einen Fehlerzustand von einem externen Gerät oder System. Dies ist ein generischer Fehler, der durch einen externen Sicherheits- oder Überwachungskreis ausgelöst wird.
Keypad-Kommunikation
Die Kommunikationsverbindung zwischen dem Steuer-Keypad (oder der NCDrive Software) und dem AC-Antrieb wurde unterbrochen oder ist defekt. Dies verhindert die Steuerung und Überwachung über die Keypad-Schnittstelle.
Feldbuskommunikation Slot D
Die Datenverbindung zwischen dem Feldbus-Master und der im Slot D installierten Feldbus-Optionsplatine ist unterbrochen. Dies führt zu einem Verlust der Kommunikation mit dem Steuerungssystem.
Slotfehler
Dieser Fehler weist auf ein Problem mit einer Optionsplatine oder dem Steckplatz hin, in dem sie installiert ist, was entweder auf eine defekte Platine oder ein Problem mit der elektrischen Verbindung des Steckplatzes hindeutet.
Fehler Temperatursensorplatine 1
Die Temperaturschutzfunktion für Sensorplatine 1 hat ein Problem erkannt, welches eine überschrittene Temperaturgrenze, ein nicht angeschlossener oder nicht funktionsfähiger Sensor oder ein Kurzschluss in der Sensorverdrahtung (A1-A3 Bedingungen) sein könnte. Dies beeinträchtigt die Temperaturüberwachung.
Kühlung
Für flüssigkeitsgekühlte Einheiten erkennt diese Schutzfunktion einen Fehler in der Kühlflüssigkeitszirkulation, typischerweise über einen externen Sensor, der an den digitalen Eingang des Cooling Monitor angeschlossen ist. Sie generiert eine Warnung, wenn der Antrieb gestoppt ist, und einen Fehler (mit einem coast stop), wenn er läuft. Fortgesetzter Betrieb ohne ausreichende Kühlung führt zu schwerer Überhitzung.
MCB-Zustandsfehler
Der Zustand des Main Circuit Breaker (MCB) stimmt nicht mit dem Befehl des Antriebs überein. Dies umfasst Szenarien, in denen der MCB öffnet, obwohl er den Befehl zum Schließen erhalten hat, schließt, obwohl er den Befehl zum Öffnen erhalten hat, extern öffnet, während die AFE unit läuft, oder sich in einem ausgelösten Zustand befindet, wie von einem digitalen Eingang gemeldet. Dies ist ein kritischer Sicherheits- und Betriebsfehler.
Fehler Temperatur-Sensorplatine 2
Die Temperaturschutzfunktion für Sensorplatine 2 hat ein Problem erkannt, das eine überschrittene Temperaturgrenze, ein nicht angeschlossener oder nicht funktionsfähiger Sensor oder ein Kurzschluss in der Sensorverdrahtung (A1-A3 conditions) sein könnte. Dies beeinträchtigt die Temperaturüberwachung.
Feldbuskommunikation Slot E
Die Datenverbindung zwischen dem Feldbus Master und der im Slot E installierten Feldbus-Optionskarte wurde unterbrochen. Dies führt zu einem Kommunikationsverlust mit dem Steuerungssystem.
LCL Temperatur
Die LCL-Temperatur (Line Commutated Inductor) hat ihre Warngrenze erreicht, was auf erhöhte Temperaturen innerhalb der Eingangfilterkomponenten hinweist. Obwohl es sich derzeit um eine Warnung handelt, deutet dies auf Bedingungen hin, die zu einem Übertemperaturfehler führen könnten, wenn sie unbehandelt bleiben.
Ladefehler
Der Antrieb erreichte die erforderliche DC-Spannung nicht innerhalb der eingestellten Ladezeit für den Hauptschalter (MCB). Dies kann auf einen nicht funktionsfähigen Ladekreis, eine hohe Last am DC-Zwischenkreis während des Ladevorgangs oder eine unzureichende Versorgungsspannung für den Ladekreis zurückzuführen sein. Dies verhindert einen ordnungsgemäßen Start des Antriebs.
Hauptsicherung
Dieser Fehler wird durch einen Fehler am digitalen Eingang ausgelöst, der auf ein Problem im Zusammenhang mit der Hauptsicherung hinweist. Es handelt sich um einen externen Eingang, der ein Problem mit der Hauptsicherung signalisiert. Dies könnte bedeuten, dass die Hauptsicherung ausgelöst hat oder ihr Überwachungskreis einen Fehler aufweist.
Aux Voltage
Dieser Fehler wird durch einen digitalen Eingangsfehler ausgelöst, der ein Problem mit der Hilfsspannungsversorgung signalisiert. Dies deutet auf ein Problem mit der externen Hilfsspannungsquelle oder deren Überwachung hin.
Safe Stop
Dieser Fehler wird durch einen digitalen Eingang ausgelöst, dies zeigt an, dass ein Safe Stop-Befehl oder -Zustand von einem externen Gerät aktiviert wurde. Dies ist eine kritische Sicherheitsverriegelung.
Isolierung
Dieser Fehler wird durch eine Störung an einem digitalen Eingang ausgelöst, die auf ein Isolationsproblem hinweist, das von einem externen Überwachungsgerät erkannt wurde. Dies deutet auf einen potenziellen elektrischen Leckstrom irgendwo im System hin.
Earth Switch Fehler
Dieser Fehler wird durch einen Digital Input Fehler ausgelöst, der auf ein Problem mit dem Earth Switch hinweist. Dies deutet darauf hin, dass sich der Earth Switch in einem falschen Zustand befinden könnte oder dass seine Überwachungsschaltung einen Fehler aufweist.
Hohe Umgebungstemperatur
Dieser Fehler wird durch einen digitalen Eingangsfehler ausgelöst, der eine übermäßig hohe Umgebungstemperatur signalisiert, die von einem externen Sensor erfasst wurde. Dies deutet darauf hin, dass die Betriebsumgebung für den Umrichter zu heiß ist.
Leckstromfehler
Dieser Fehler wird durch einen digitalen Eingangsfehler ausgelöst, der eine elektrische Leckage anzeigt, die von einem externen Überwachungsgerät erkannt wurde. Dies ist eine allgemeine Leckageanzeige von einem externen System.