Yaskawa J1000
59 Fehlercodes dokumentiert
Serieller Kommunikations-Übertragungsfehler
Dieser geringfügige Fehler zeigt an, dass keine serielle Kommunikation zwischen dem Umrichter und dem Master aufgebaut wurde oder dass die Kommunikation unterbrochen wurde. Er wird oft durch fehlerhafte Verkabelung, falsche Einstellungen der Abschlusswiderstände oder Programmierfehler auf Seiten des Masters verursacht. Bleibt er ungelöst, kann der Umrichter keine Befehle empfangen oder Statusaktualisierungen senden, was zu einem Ausfall des Systembetriebs führt.
MEMOBUS/Modbus Kommunikationsfehler
Dieser kleinere Fehler weist darauf hin, dass Steuerdaten zwei Sekunden lang nicht korrekt empfangen wurden, hauptsächlich aufgrund von Störeinflüssen oder inkompatiblen Kommunikationseinstellungen. Rauschen kann die Datenübertragung beschädigen, während falsche Protokolleinstellungen oder eine zu kurze CE-Erkennungszeit eine ordnungsgemäße Kommunikation verhindern können. Bleibt dieser Fehler ungelöst, verhindert er, dass der Antrieb kritische Steuerbefehle empfängt, was zu einem Verlust der Kontrolle über die angeschlossene Ausrüstung führt.
Steuerkreisfehler
Ein Selbstdiagnosefehler ist im Steuerkreis des Antriebs aufgetreten. Dies weist auf ein internes Problem mit der Kernsteuerlogik des Antriebs hin, die für alle Operationen kritisch ist. Dieser Fehler kann zu unvorhersehbarem Antriebsverhalten, instabiler Steuerung oder einem vollständigen Betriebsstillstand führen, wenn er nicht behoben wird.
Fehler in der Steuerschaltung
Ein Selbstdiagnosefehler ist innerhalb der Steuerschaltung des Antriebs aufgetreten, oder der Stecker am digitalen Bediengerät ist beschädigt. Dies deutet auf ein internes Problem mit der Steuerlogik des Antriebs oder eine fehlerhafte Bedienschnittstelle hin, beides ist kritisch für einen ordnungsgemäßen Betrieb und kann zu unzuverlässiger Steuerung oder einem vollständigen Abschalten des Antriebs führen.
A/D-Konvertierungsfehler
Ein Analog-Digital (A/D)-Konvertierungsfehler oder ein Steuerkreisfehler ist aufgetreten, was auf ein potenzielles Problem oder eine Beschädigung innerhalb des Steuerkreises des Antriebs hinweist. Dies bedeutet, dass der Antrieb analoge Eingangssignale (z. B. Strom, Spannung, Rückmeldung) nicht präzise in digitale Werte zur Verarbeitung umwandeln kann, was einen instabilen Betrieb, eine falsche Steuerung oder eine Beschädigung angeschlossener Geräte zur Folge haben kann.
Verbindungsfehler der Steuerplatine
Es besteht ein Verbindungsfehler zwischen der Steuerplatine und der Hauptantriebseinheit, oder der Antrieb weist aufgrund erheblicher elektrischer Signalstörungen (Rauschen) Betriebsprobleme auf. Dies kann zu intermittierenden Fehlern, unzuverlässiger Steuerung oder einem vollständigen Ausfall des ordnungsgemäßen Betriebs führen, was die Maschinensicherheit und Produktion beeinträchtigt.
EEPROM Memory Data Error
Ein Fehler ist in den im EEPROM (Electrically Erasable Programmable Read-Only Memory) des Antriebs gespeicherten Daten aufgetreten, oder die Stromversorgung wurde unerwartet unterbrochen, während Parameter gespeichert wurden. Dies kann zu korrupten Antriebseinstellungen, Fehlfunktionen oder dazu führen, dass der Antrieb auf factory settings zurückgesetzt wird, was ein Risiko für eine konsistente Maschinensteuerung darstellt.
Klemmenplatinen-Verbindungsfehler
Es besteht eine fehlerhafte Verbindung zwischen der Klemmenplatine und der Steuerplatine. Diese kritische Verbindung ist für die Verarbeitung aller Eingangs-/Ausgangssignale (z.B. Start-/Stopp-Befehle, Drehzahlsollwerte, Fehlerausgänge) erforderlich. Eine schlechte Verbindung kann zu unzuverlässiger Steuerung, intermittierendem Betrieb oder einem vollständigen Ausfall der Reaktion des Antriebs führen, was die Maschinensicherheit und -leistung beeinträchtigt.
Verbindungsfehler der Klemmenplatine
Es besteht eine fehlerhafte Verbindung zwischen der Klemmenplatine und der Steuerplatine. Diese kritische Verbindung ist für die Verarbeitung aller Eingangs-/Ausgangssignale (z.B. Start-/Stopp-Befehle, Drehzahlsollwerte, Fehlerausgänge) erforderlich. Eine schlechte Verbindung kann zu einer unzuverlässigen Steuerung, intermittierendem Betrieb oder einem vollständigen Ausbleiben der Reaktion des Antriebs führen, was die Maschinensicherheit und -leistung beeinträchtigt. Dieser Fehler kann auch auf einen EEPROM seriellen Kommunikationsfehler innerhalb der Klemmenplatine selbst hinweisen.
RAM Fehler
Ein Hardwareschaden ist im RAM (Random Access Memory) des Antriebs aufgetreten, der für die temporäre Datenspeicherung und -verarbeitung während des Betriebs unerlässlich ist. Dies deutet auf einen schwerwiegenden internen Hardwarefehler hin, der den ordnungsgemäßen Betrieb des Antriebs verhindert, was zu einem sofortigen Betriebsausfall und potenziell unsicheren Zuständen führt.
FLASH Memory Fehler
Es liegt ein Problem mit dem internen ROM des Antriebs (FLASH memory) vor, welches die firmware und kritische Betriebssystemprogramme speichert. Dies deutet auf einen schwerwiegenden internen Hardwarefehler hin, der den Antrieb daran hindert, zu starten, seine Kernfunktionen auszuführen oder zuverlässig zu arbeiten, wodurch er funktionsunfähig wird.
Watchdog-Schaltungsfehler
Ein Selbstdiagnoseproblem ist innerhalb des Watchdog-Schaltkreises aufgetreten, der für die Überwachung des CPU-Betriebs und das Zurücksetzen der CPU verantwortlich ist, wenn diese nicht mehr reagiert. Dies deutet auf einen internen Hardwarefehler hin, bei dem die CPU nicht wie erwartet reagiert, was dazu führt, dass der Antrieb in einen Fehlerzustand übergeht und den Betrieb einstellt.
Steuerkreisfehler
Ein CPU-Fehler ist aufgetreten, was bedeutet, dass die Central Processing Unit nicht korrekt funktioniert, möglicherweise aufgrund starker elektrischer Störungen oder interner Hardwareschäden. Dies ist ein kritischer interner Steuerungsfehler, der den Antrieb daran hindert, Befehle zu verarbeiten und den Motor zu steuern, was ein erhebliches Betriebs- und Sicherheitsrisiko darstellt.
Taktfehler
Ein Standard-Taktfehler ist in den internen Taktschaltkreisen des Antriebs aufgetreten. Präzises Timing ist absolut entscheidend für viele Antriebsoperationen, einschließlich PWM-Generierung, Kommunikationsprotokolle und interner Synchronisation. Dies deutet auf einen kritischen Hardwarefehler hin, der die ordnungsgemäße Funktion des Antriebs stark beeinträchtigen oder verhindern wird, wodurch er funktionsunfähig wird.
Reset nicht möglich
Dieser geringfügige Fehler tritt auf, wenn ein Fehler-Reset-Befehl ausgegeben wird, während der Run-Befehl noch aktiv ist. Der Antrieb ignoriert alle Versuche, den Fehler zurückzusetzen, bis der Run-Befehl entfernt wird. Wenn nicht behoben, bleibt der Antrieb in einem Fehlerzustand und startet nicht neu, wodurch der Betrieb verhindert wird.
Fehler bei der Einstellung des MECHATROLINK Kommunikationszyklus
Dieser geringfügige Fehler weist darauf hin, dass die übergeordnete Steuerung versucht, einen MECHATROLINK Kommunikationszyklus zu verwenden, der außerhalb des zulässigen Einstellbereichs der MECHATROLINK Option des Antriebs liegt. Diese Inkompatibilität verhindert eine ordnungsgemäße synchronisierte Kommunikation zwischen der Steuerung und dem Antrieb. Bleibt dies unbehoben, kann der Antrieb nicht effektiv mit dem MECHATROLINK Master kommunizieren, was den koordinierten Maschinenbetrieb behindert.
Drehzahlabweichung
Dieser geringfügige Fehler tritt auf, wenn die Abweichung zwischen dem Sollwert der Drehzahl und dem Istwert der Drehzahlrückmeldung (typischerweise von einer PG-Optionskarte) den in F1-10 eingestellten Schwellenwert für eine Dauer überschreitet, die länger ist als F1-11. Häufige Ursachen sind übermäßige Last, unsachgemäß eingestellte Beschleunigungs-/Verzögerungszeiten, mechanische Blockaden oder falsche Parameterskalierung. Wird dies nicht behoben, kann es zu instabilem Motorbetrieb, mechanischer Belastung oder der Unfähigkeit führen, die gewünschten Prozessdrehzahlen aufrechtzuerhalten.
Antrieb Deaktiviert
Diese geringfügige Störung zeigt an, dass das 'Drive Enable'-Signal, das typischerweise einem Multifunktionskontakteingang (H1- = 6A) zugewiesen ist, ausgeschaltet wurde. Diese Aktion deaktiviert den Antrieb absichtlich und verhindert dessen Betrieb. Tritt dies unerwartet auf, deutet dies auf ein Problem mit der Steuerungssequenz oder dem externen Eingang hin.
MECHATROLINK Watchdog-Timer-Fehler
Der MECHATROLINK Kommunikations-Watchdog-Timer hat eine Zeitüberschreitung festgestellt, da der Umrichter innerhalb des festgelegten Zeitrahmens keine erwarteten Daten von der SPS empfangen hat. Dies deutet auf einen Kommunikationsverlust oder eine erhebliche Verzögerung im Datenaustausch über das MECHATROLINK-Netzwerk hin, was zu einem vollständigen Verlust der Kontrolle über den Umrichter führen kann.
Vorwärts-/Rückwärtslauf-Befehlseingabefehler
Sowohl der Vorwärtslauf- als auch der Rückwärtslaufbefehl wurden gleichzeitig für über 0,5 Sekunden als geschlossen erkannt. Dies weist auf einen kritischen Sequenzfehler in der Steuerlogik oder Verdrahtung hin, der zu einem geringfügigen Fehler führt, der den Motor zum Stillstand bringt, um widersprüchliche Befehle oder potenzielle Schäden zu verhindern.
Externer Fehler Optionskarte
Ein externer Fehlerzustand wurde vom Umrichter über eine Optionskarte von der SPS empfangen. Die Reaktion des Umrichters (Stoppen oder Weiterlaufen als Alarm) hängt von der Einstellung des Parameters F6-03 ab. Dieser Fehler weist typischerweise auf ein Problem hin, das von einem externen Gerät, einem Problem mit der Fehlerbehandlung des SPS-Programms oder einem Kommunikationsproblem herrührt.
Externer Fehler (Eingangsklemme S1)
An der Multifunktionseingangsklemme S1 wurde ein externer Fehler ausgelöst. Dies bedeutet, dass ein an S1 angeschlossenes externes Gerät eine Alarmfunktion aktiviert hat oder dass ein Problem mit der Verdrahtung oder Konfiguration der Klemme S1 vorliegt. Dieser Fehler führt typischerweise dazu, dass der Antrieb den Betrieb einstellt.
Externer Fehler (Eingangsklemme S2)
Ein externer Fehler wurde an der Multifunktions-Eingangsklemme S2 ausgelöst. Dies bedeutet, dass ein an S2 angeschlossenes externes Gerät eine Alarmfunktion aktiviert hat oder dass ein Problem mit der Verdrahtung oder Konfiguration der Klemme S2 vorliegt. Dieser Fehler führt typischerweise dazu, dass der Antrieb den Betrieb einstellt.
Externer Fehler (Eingangsklemme S3)
Ein externer Fehler wurde an der Multifunktionseingangsklemme S3 ausgelöst. Dies bedeutet, dass ein externes Gerät, das an S3 angeschlossen ist, eine Alarmfunktion aktiviert hat, oder es ein Problem mit der Verdrahtung oder Konfiguration der Klemme S3 gibt. Dieser Fehler führt typischerweise dazu, dass der Antrieb den Betrieb einstellt.
Externer Fehler (Eingangsklemme S4)
Ein externer Fehler wurde an der Multifunktionseingangsklemme S4 ausgelöst. Dies bedeutet, dass ein externes Gerät, das an S4 angeschlossen ist, eine Alarmfunktion aktiviert hat, oder dass ein Problem mit der Verdrahtung oder Konfiguration der Klemme S4 vorliegt. Dieser Fehler führt typischerweise dazu, dass der Antrieb den Betrieb einstellt.
Externer Fehler (Eingangsklemme S5)
An der Multifunktions-Eingangsklemme S5 wurde ein externer Fehler ausgelöst. Dies bedeutet, dass ein an S5 angeschlossenes externes Gerät eine Alarmfunktion aktiviert hat, oder dass ein Problem mit der Verkabelung oder Konfiguration der Klemme S5 vorliegt. Dieser Fehler führt typischerweise dazu, dass der Antrieb den Betrieb einstellt.
Externer Fehler (Eingangsklemme S6)
Ein externer Fehler wurde an der Multifunktionseingangsklemme S6 ausgelöst. Dies bedeutet, dass ein externes Gerät, das an S6 angeschlossen ist, eine Alarmfunktion aktiviert hat, oder es liegt ein Problem mit der Verdrahtung oder Konfiguration der Klemme S6 vor. Dieser Fehler führt typischerweise dazu, dass der Antrieb den Betrieb einstellt.
Externer Fehler (Eingangsklemme S7)
Ein externer Fehler wurde an der Multifunktionseingangsklemme S7 ausgelöst. Dies bedeutet, dass ein externes Gerät, das an S7 angeschlossen ist, eine Alarmfunktion aktiviert hat, oder es liegt ein Problem mit der Verkabelung oder Konfiguration der Klemme S7 vor. Dieser Fehler führt typischerweise zum Anhalten des Antriebs.
Externer Fehler (Eingangsklemme S8)
Ein externer Fehler wurde an der Multifunktions-Eingangsklemme S8 ausgelöst. Dies bedeutet, dass ein externes Gerät, das an S8 angeschlossen ist, eine Alarmfunktion aktiviert hat, oder es gibt ein Problem mit der Verdrahtung oder Konfiguration der Klemme S8. Dieser Fehler führt typischerweise dazu, dass der Antrieb den Betrieb einstellt.
EEPROM-Schreibfehler
Im Antrieb ist ein Fehler aufgetreten, als versucht wurde, Daten in sein internes EEPROM zu schreiben. Dies kann durch elektrische Störungen während des Schreibvorgangs, beschädigte Daten oder einen Hardwarefehler im EEPROM-Chip oder auf der Steuerplatine verursacht werden. Anhaltende EEPROM-Fehler können das Speichern von Parametern, Konfigurationsänderungen oder die ordnungsgemäße Initialisierung des Antriebs verhindern.
Interner Lüfterfehler
Der interne Kühllüfter des Antriebs oder sein zugehöriges Schütz hat den Betrieb nicht korrekt aufgenommen. Dieser Fehler wird basierend auf den Einstellungen des Parameters L8-32 erkannt. Ein fehlerhafter Kühllüfter kann zu übermäßiger Wärmestauung im Antrieb führen, was potenziell thermische Schäden, eine verkürzte Betriebsdauer und weitere Komponentenfehler verursachen kann, wenn nicht umgehend behoben.
Übermäßiges PID Feedback
Das PID Feedback-Eingangssignal hat den in Parameter b5-36 eingestellten Schwellenwert für eine Dauer überschritten, die länger ist als in b5-37 festgelegt. Dieser Fehler tritt auf, wenn die PID-Fehlererkennung (Parameter b5-12) aktiviert ist (z.B. auf 1, 2, 4 oder 5 eingestellt). Häufige Ursachen sind eine falsche Abstimmung der PID-Parameter, fehlerhafte Feedback-Verkabelung oder ein fehlerhafter Feedback-Sensor, was zu einer instabilen Prozessregelung führt.
IGBT Maintenance Time (50%)
Die IGBTs (Insulated Gate Bipolar Transistors) des Umrichters haben 50% ihrer erwarteten Leistungslebensdauer erreicht, was darauf hinweist, dass sie die Hälfte ihrer typischen Betriebsdauer absolviert haben. Dies ist ein Vor-Alarm für geplante Wartung und keine unmittelbare Störung, aber wenn unbehandelt, kann es zu Komponentenverschlechterung, unerwartetem Ausfall und kostspieligen Stillstandszeiten führen.
Kühlkörperüberhitzung
Die Temperatur des Kühlkörpers des Umrichters hat den Voralarmpegel überschritten, typischerweise eingestellt zwischen 90-100 °C durch Parameter L8-02. Dieser Zustand kann durch hohe Umgebungstemperaturen, einen defekten internen Lüfter oder eingeschränkte Luftzirkulation um den Umrichter herum verursacht werden, was zu unzureichender Wärmeableitung und bei Ignorieren zu potenziellen Schäden an internen Leistungskomponenten führt.
Antrieb Überhitzungswarnung
Ein externes Gerät hat ein Überhitzungswarnsignal ausgelöst, das an einen für diesen Zweck konfigurierten Multifunktionseingang (S1 bis S8) (H1- = B) eingegeben wurde. Dies weist auf eine Überhitzung hin, die von einer externen Komponente ausgeht, die mit dem Antrieb verbunden ist. Wird die externe Überhitzung nicht behoben, kann dies zu Schäden an diesem Gerät oder damit verbundenen Prozessstörungen führen.
Motorüberhitzung
Das Motorüberhitzungssignal, typischerweise von einem PTC-Thermistoreingang an einen Multifunktions-Analogeingang (H3-02, H3-06 oder H3-10 = E), hat seinen Alarmpegel überschritten. Mögliche Ursachen sind fehlerhafte Motorthermostatverkabelung, eine blockierte Maschine oder eine Überhitzung des Motors selbst aufgrund übermäßiger Last oder eines ungeeigneten V/f-Musters. Ein Dauerbetrieb mit einem überhitzten Motor birgt das Risiko eines Wicklungsisolationsausfalls und eines kostspieligen Motorschadens.
Motorüberhitzung (NTC-Eingang)
Die Motortemperatur, die direkt über einen NTC-Thermistor-Eingang überwacht wird, hat den in Parameter L1-16 (oder L1-18 für Motor 2) eingestellten Alarmwert überschritten. Dies deutet darauf hin, dass der Motor selbst übermäßig heiß läuft, wahrscheinlich aufgrund von längerer Überlastung oder hohen Umgebungstemperaturen. Anhaltende Überhitzung kann zu irreversiblen Schäden an den Motorwicklungen und einem vorzeitigen Motorausfall führen.
Overtorque 1
Der Ausgangsstrom des Umrichters (oder das berechnete Drehmoment in den Modi OLV, CLV, AOLV/PM, CLV/PM) hat den in L6-02 eingestellten Schwellenwert für länger als die in L6-03 angegebene Zeit überschritten. Dieser Fehler weist typischerweise entweder auf falsche Parametereinstellungen für die Drehmomenterfassung oder ein mechanisches Problem auf der Maschinenseite hin, das eine übermäßige Belastung des Motors verursacht. Das Ignorieren kann zu Schäden am Motor, Getriebe oder der angetriebenen Ausrüstung führen.
Overtorque 2
Der Ausgangsstrom des Antriebs (oder das berechnete Drehmoment in den Modi OLV, CLV, AOLV/PM, CLV/PM) hat den in L6-05 eingestellten Schwellenwert für länger als die in L6-06 angegebene Zeit überschritten. Ähnlich wie bei Overtorque 1, deutet dies entweder auf eine falsche Parameterkonfiguration oder eine erhebliche mechanische Überlastung der angetriebenen Ausrüstung hin. Anhaltende Übermomentbedingungen können zu mechanischer Belastung, Geräteschäden oder einer verkürzten Lebensdauer von Motor- und Maschinenkomponenten führen.
Mechanische Schwächungserkennung 1
Es ist ein Überdrehmoment aufgetreten, das den in Parameter L6-08 festgelegten Bedingungen für die mechanische Schwächungserkennung entspricht. Dies deutet auf ein mechanisches Problem auf der Lastseite hin, das erhöhte Drehmomentanforderungen an den Motor verursacht und potenziell zu Komponentenverschleiß oder Systemineffizienz führen kann.
Overspeed
Die Motor-Drehzahlrückmeldung hat die Einstellung F1-08 überschritten, was einen Overspeed-Zustand oder ein übermäßiges Überschwingen anzeigt. Dies kann durch falsche Drehzahlregelparameter, eine ungeeignete Drehzahlrückmeldungs-Skalierung oder eine falsch eingestellte PG pulse number verursacht werden, was zu einer instabilen oder unkontrollierten Motordrehzahl führt.
DC-Bus Überspannung
Die DC-Bus-Spannung hat ihren Auslösepunkt überschritten (z.B. ~410V für die 200V-Klasse, ~820V für die 400V-Klasse). Dies kann die Folge sein von Überspannung in der Eingangsleistung des Umrichters, einem kurzgeschlossenen Motor, Erdschlussstrom, der die Hauptstromkreis-Kondensatoren überlädt, oder elektrischen Signalinterferenzen, die die Messungen beeinflussen.
PG-Trennung (für Regelungsmodus mit PG)
Es wurden keine PG (Impulsgeber/Encoder)-Impulse für eine Dauer empfangen, die länger ist als die Einstellung in F1-14. Dies deutet auf eine physische Trennung oder eine falsche Verdrahtung des PG-Kabels, eine unzureichende Stromversorgung des PG-Encoders oder eine Bremse hin, die die Encoder-Bewegung verhindert, was zu einem Verlust der Geschwindigkeits-/Positionsrückmeldung führt.
PG Hardwarefehler (erkannt bei Verwendung einer PG-X3 Optionskarte)
Ein Hardwarefehler im Zusammenhang mit dem PG wurde erkannt, der insbesondere ein nicht angeschlossenes PG-Kabel anzeigt, wenn eine PG-X3 Optionskarte verwendet wird. Dies bedeutet, dass der Antrieb die erforderlichen Encoder-Rückmeldesignale aufgrund eines physischen Verbindungsproblems nicht empfängt.
Motorumschaltung während des Betriebs
Ein Befehl zur Motorumschaltung wurde eingegeben, während der Umrichter noch im Betriebsmodus war. Dieser Vorgang ist typischerweise untersagt, um eine inkorrekte Motorsteuerung, unerwartetes Verhalten oder potenzielle Schäden an den Motoren oder Umrichterkomponenten zu verhindern.
Ausgangskurzschluss oder IGBT-Fehler
Ein Kurzschluss oder Erdschluss wird auf der Ausgangsseite des Antriebs erkannt, was auf einen Motorenisolationsschaden, ein kurzgeschlossenes Motorkabel oder einen Hardwarefehler innerhalb der Ausgangstransistoren (IGBTs) des Umrichters zurückzuführen sein könnte. Bleibt dieser Fehler unbehoben, kann er zu erheblichen Schäden an der internen Schaltung des Umrichters führen.
Zu viele Speed Search-Neustarts
Der Umrichter hat Speed Search öfter versucht, als das in Parameter b3-19 eingestellte Limit erlaubt. Dies deutet typischerweise darauf hin, dass die Speed Search-Parameter falsch konfiguriert sind oder dass der Motor in die entgegengesetzte Richtung des Soll-Laufs ausrollt.
Motor-Auszug oder Schrittfehler-Erkennung
Der Motor hat sein Auszugs-Drehmoment überschritten, was zu einem Motor-Auszug oder Schrittfehler führt. Dies kann durch einen falschen Motorcode für PM-Motoren, eine übermäßig schwere Last, eine hohe Lastträgheit oder Beschleunigungs-/Verzögerungszeiten verursacht werden, die für die Systemdynamik zu kurz sind.
Nullservo-Fehler
Während des Nullservo-Betriebs ist eine Positionsabweichung aufgetreten. Dieser Fehler entsteht typischerweise durch ein zu niedrig eingestelltes Drehmomentlimit für die Anwendung, ein übermäßig hohes Lastmoment am Motor oder elektrische Signalstörungen, die die PG-Encoderverdrahtung beeinträchtigen.
Thermistor-Unterbrechung
Der zur Erkennung der Motortemperatur verwendete Thermistor ist unterbrochen. Dies verhindert, dass der Antrieb die Motortemperatur genau überwacht, was ein erhebliches Risiko für Motorüberhitzung und -schäden darstellt, wenn der Zustand nicht behoben wird.
Unterdrehmomenterkennung 1
Der Motorstrom ist unter den für die Drehmomenterkennung (L6-02) eingestellten Mindestwert gefallen und dies für einen längeren Zeitraum als die zulässige Zeit (L6-03). Dies deutet entweder auf ungeeignete Parametereinstellungen für die aktuellen Lastbedingungen hin oder auf einen mechanischen Fehler auf der Maschinenseite, wie z.B. einen Lastverlust oder eine gebrochene Kupplung.
Unterdrehmomenterkennung 2
Der Motorstrom ist unter einen sekundären Mindestwert gefallen, der in L6-05 eingestellt ist, und das länger als die in L6-06 angegebene zulässige Zeit. Ähnlich wie bei UL3 deutet dies entweder auf eine falsche Parametereinstellung für die aktuelle Last hin oder auf einen Fehler im mechanischen System der Maschine, der zu einem reduzierten Drehmoment führt.
Mechanical Weakening Detection 2
Die vom Antrieb erkannten Betriebsbedingungen stimmten mit den im Parameter L6-08 eingestellten Kriterien für die mechanical loss detection überein. Dies deutet auf eine undertorque condition aufgrund einer möglichen mechanical weakening oder eines Problems auf der Lastseite hin, das untersucht werden muss, um weitere Schäden zu vermeiden.
Stromunsymmetrie
Der interne Stromsensor hat einen unsymmetrischen Stromfluss auf den Motorphasen erkannt. Dies könnte auf Probleme mit der Motorverdrahtung, beschädigten internen Leistungstransistoren (IGBTs) innerhalb des Umrichters oder Kurzschlüssen/Erdungsproblemen am angeschlossenen Motor hinweisen, was zu ineffizientem Betrieb oder potenziellen Umrichterschäden führen kann.
DC Bus Unterspannung
Die DC Bus-Spannung fiel unter den Unterspannungs-Erkennungspegel (z.B. ~190V für die 200V-Klasse, ~380V für die 400V-Klasse), während der Umrichter in Betrieb war oder spezifische Parameterbedingungen erfüllt wurden. Häufige Ursachen sind Eingangsphasenausfall, lose Verkabelung, instabile Spannungsversorgung oder verschlissene Hauptstromkreiskondensatoren.
Fehler der Steuerstromversorgungsspannung
Die der Steuereingangsleistung des Antriebs zugeführte Spannung ist zu niedrig. Dies kann auftreten, wenn der Parameter L2-02 von seinem Standardwert geändert wird, ohne eine Momentary Power Loss Ride-Thru Einheit zu installieren, oder wenn die Verkabelung der Steuerstromversorgung oder die interne Steuerschaltung beschädigt ist, was die Stabilität der Antriebssteuerung beeinträchtigt.
Unterspannung 3 (Fehler im Soft-Charge Bypass-Schaltkreis)
Der Soft-Charge Bypass-Schaltkreis ist ausgefallen, typischerweise aufgrund eines beschädigten Relais oder Schützes innerhalb dieses Schaltkreises. Dieser Ausfall kann das ordnungsgemäße Laden des DC-Zwischenkreises verhindern, was dazu führt, dass der Umrichter nicht starten oder korrekt betrieben werden kann.
Gate Drive Board Unterspannung
Ein Spannungsabfall ist im Schaltkreis des Gate Drive Boards aufgetreten, was auf eine unzureichende Stromversorgung des Boards hinweist. Dies verhindert, dass die IGBTs korrekt schalten, was zu einem sofortigen Antriebsstillstand und potenziellen Schäden führt, wenn das zugrunde liegende Stromversorgungsproblem nicht behoben wird.
Output Voltage Detection Fault
Ein Problem wurde mit der Spannung auf der Ausgangsseite des Umrichters erkannt, was auf interne Hardwareschäden hindeutet. Dieser Fehler verhindert, dass der Umrichter korrekt und konsistent arbeitet, und erfordert einen Komponentenaustausch, um die volle Funktionalität wiederherzustellen.