Indramat IndraDrive
114 Fehlercodes dokumentiert
Prozessorausnahme-Fehler
Dieser Fehler weist auf eine unbehandelte Software-Ausnahme oder einen schwerwiegenden Firmware-Fehler innerhalb des Hauptprozessors des IndraDrive Controllers hin. Er deutet typischerweise auf eine interne Systeminkonsistenz oder ein kritisches Programmierproblem hin, das dazu führt, dass der Antrieb den Betrieb einstellt, um Schäden oder unsichere Zustände zu verhindern.
Positionsregelung mit Geber 2 nicht möglich
Diese Warnung tritt auf, wenn versucht wird, für die Positionsregelung auf Geber 2 umzuschalten, aber ein zweiter Geber in der IndraDrive MPx02 nicht korrekt als Regelungsgeber definiert oder konfiguriert wurde. Dies geschieht typischerweise in Betriebsarten, die den Parameter S-0-0520 (Control word of axis controller) zur Geberauswahl verwenden.
PLC - Warnung Nr. 1
Dies ist eine benutzerdefinierte Warnung (eine von E2011 bis E2014), die aus dem antriebsintegrierten PLC-Programm innerhalb des IndraDrive MPx02 stammt, typischerweise in Verbindung mit Rexroth Technology Functions. Die spezifische Ursache und Abhilfe hängen vollständig von der im PLC-Projekt des Benutzers programmierten Logik oder der aktiven Technology Function ab.
PLC - Warnung Nr. 2
Ähnlich wie E2011 ist dies eine benutzergenerierte Warnung (eine der Warnungen E2011 bis E2014), die vom antriebsintegrierten PLC-Programm im IndraDrive MPx02 erzeugt wird, typischerweise bei Verwendung von Rexroth technology functions. Die Bedeutung und Behebung sind spezifisch für das PLC-Projekt des Kunden und die konfigurierte technology function.
Unterspannung im Leistungsteil
Der IndraDrive MPx02 hat eine Unterspannung in seinem internen Leistungsteil detektiert (die DC-Bus-Spannung ist unter einen kritischen Schwellenwert gefallen). Dies ist ein Warnzustand, der einem Fehler vorausgeht, wenn der Zustand anhält, die Antriebsleistung beeinträchtigt und potenziell zu einer kontrollierten Abschaltung zum Schutz des Antriebs führen kann.
Positioniergeschwindigkeit >= Grenzwert
Die tatsächliche Positioniergeschwindigkeit des Motors im IndraDrive MPx02 hat den konfigurierten Geschwindigkeitsgrenzwert erreicht oder überschritten. Dies ist eine Warnung, die anzeigt, dass der Motor mit seiner maximal zulässigen Geschwindigkeit arbeitet, möglicherweise aufgrund eines aggressiven Befehls, einer falschen Skalierung oder einer unerwarteten externen Bedingung.
Sollposition außerhalb des Verfahrbereichs
Die vorgegebene Sollposition für den IndraDrive MPx02 liegt außerhalb der definierten mechanischen oder softwareseitigen Verfahrgrenzen der Achse. Diese Warnung verhindert, dass der Antrieb die Achse an eine potenziell schädigende oder unerwünschte physische Position bewegt, und gewährleistet so die Maschinensicherheit und -integrität.
Vorschubübersteuerung S-0-0108 = 0
Diese Warnung weist darauf hin, dass der Vorschubübersteuerungsparameter S-0-0108 derzeit auf Null gesetzt ist. Eine Vorschubübersteuerung von Null bedeutet, dass alle Bewegungsbefehle auf Nullgeschwindigkeit skaliert werden, wodurch die Achse trotz aktiver Befehle effektiv daran gehindert wird, sich zu bewegen oder die Bewegung fortzusetzen.
Drehmomentgrenze = 0
Der IndraDrive MPx02 erkennt, dass die aktive Drehmomentgrenze auf Null gesetzt wurde. Dies verhindert effektiv, dass der Motor Drehmoment erzeugt, wodurch die Achse stoppt oder die Bewegung nicht starten kann, und schützt so das mechanische System vor unbeabsichtigter Kraft.
Ausgewählter process block ist nicht programmiert
Der IndraDrive MPx02 versuchte, einen process block (z.B. einen motion task, sequence step oder program segment) auszuführen, der nicht programmiert wurde oder in seinem Speicher nicht existiert. Dies tritt typischerweise in Systemen auf, die interne Motion Control-Funktionen nutzen, in denen Abfolgen von Operationen in blocks definiert sind.
Velocity command value limit aktiv
Der aktuelle Velocity command value für den IndraDrive MPx02 wird durch einen konfigurierten maximalen Geschwindigkeitsparameter begrenzt. Dies ist eine Warnung, die darauf hinweist, dass die angeforderte Geschwindigkeit die zulässige Grenze überschreitet, und der Antrieb diese automatisch begrenzt, um Überdrehzahl oder mechanische Belastung zu verhindern.
Vorwarnung Geräteüberlastung
Der IndraDrive MPx02 hat erkannt, dass seine interne thermische Last oder der Ausgangsstrom sich seiner maximal zulässigen Grenze nähert. Dies ist eine Vorwarnung, die darauf hinweist, dass ein fortgesetzter Betrieb unter den aktuellen Bedingungen zu einem Überlastfehler, einer anschließenden Abschaltung und potenziellen Schäden am Antrieb führen könnte.
Sollwert der Geschwindigkeit > Grenzwert
Der vom Master-Controller (z.B. SPS, CNC) an den IndraDrive MPx02 übermittelte Geschwindigkeitssollwert ist derzeit höher als der konfigurierte maximale Geschwindigkeitsgrenzwert. Der Antrieb kann die Geschwindigkeit auf diesen Grenzwert begrenzen oder einen bevorstehenden Fehler signalisieren, falls der Sollwert nicht korrigiert wird, um ein Überschreiten der Maximaldrehzahl zu verhindern.
Zielposition außerhalb des numerischen Bereichs
Die vorgegebene Zielposition für den IndraDrive MPx02 liegt außerhalb des zulässigen numerischen Bereichs der internen Positionsberechnung des Antriebs oder eines definierten Verfahrbereichs. Dies verhindert, dass der Antrieb den Positionierungsbefehl korrekt ausführt, was eine ungültige Positionsanforderung anzeigt.
Bremsmoment zu niedrig
Der IndraDrive MPx02 hat erkannt, dass die Haltebremse nicht in der Lage ist, ausreichend Drehmoment zum Halten der Last zu erzeugen, möglicherweise während eines Bremstests oder bei der Überwachung des Bremseneinrückens. Dies kann ein potenzielles Sicherheitsrisiko darstellen, wenn die Last nicht sicher gehalten wird, insbesondere bei vertikalen Anwendungen.
Beschleunigungsgrenze aktiv
Der IndraDrive MPx02 begrenzt derzeit die Beschleunigung des Motors, weil der vorgegebene Beschleunigungswert vom Master-Controller oder dem Bewegungsprofil eine konfigurierte Maximalgrenze überschreitet. Das Antriebsgerät begrenzt die Beschleunigung automatisch, um das mechanische System zu schützen und einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten.
Encoder 1: Geber-Signale gestört
Die IndraDrive MPx02 hat Störungen oder Fehler in den Rückmeldesignalen von Encoder 1 festgestellt. Diese Störungen können Signalverlust, Rauschen, intermittierende Fehler oder falsche Signalpegel umfassen, was zu einer instabilen oder ungenauen Positions- und Geschwindigkeitsregelung des Motors führt.
Encoder 2: Encodersignale gestört
Der IndraDrive MPx02 hat Störungen oder Fehler in den Rückmeldesignalen von Encoder 2 festgestellt. Diese Störungen können Signalverlust, Rauschen, sporadische Fehler oder falsche Signalpegel beinhalten, was möglicherweise zu einer instabilen oder ungenauen Positions- und Geschwindigkeitsregelung führt, insbesondere in Dual-Encoder-Systemen.
Messgeber: Gebersignale gestört
Der IndraDrive MPx02 hat Störungen oder Fehler in den Rückmeldesignalen vom Messgeber erkannt. Diese Störungen können Signalverlust, Rauschen, sporadische Fehler oder falsche Signalpegel umfassen, was die Positions- und Geschwindigkeitsgenauigkeit beeinträchtigt, insbesondere in Anwendungen mit direkter Maschinenrückführung oder geschlossener Positionsregelung.
Überwachung des Absolutwertgebers, Motorgeber (Geberalarm)
Die interne Überwachung des IndraDrive MPx02 hat einen Alarmzustand vom Absolutwertgeber des Motors erkannt. Dies deutet auf ein Problem mit der absoluten Positionsrückmeldung vom Motorgeber hin, was entscheidend ist für eine präzise Referenzierung und Positionsverfolgung ohne Referenzfahrt und was sowohl Steuerungs- als auch Sicherheitsfunktionen beeinträchtigt.
Überwachung Absolutwertgeber, opt. Geber (Geberalarm)
Das Überwachungssystem des IndraDrive MPx02 hat einen Alarmzustand vom optionalen Absolutwertgeber (z.B. ein zweiter Motorgeber oder ein externer Absolutwertgeber) erkannt. Dies deutet auf ein Problem mit der absoluten Positionsrückmeldung von diesem Hilfsgeber hin, was Dual-Geber- oder Master-Slave-Konfigurationen oder Sicherheitsfunktionen beeinträchtigen könnte.
Absolute enc. monitoring, measuring encoder (Encoder-Alarm)
Eine Alarmbedingung wurde vom IndraDrive MPx02 vom absolute measuring encoder erkannt (oft eine linear scale oder ein externer rotary encoder, der die Last direkt überwacht). Dies weist auf ein Problem mit der primären absoluten Positionsrückmeldung für die tatsächliche Position der Maschine hin, was Präzision, Referenzfahrt und Sicherheitsfunktionen beeinträchtigt.
Vorwarnung: Einspeisemodul-Überlast
Der IndraDrive MPx02 hat erkannt, dass das zugehörige Einspeisemodul nahe seiner maximalen Dauerlastkapazität arbeitet, was auf ein Überlastpotenzial hinweist, wenn die aktuellen Bedingungen anhalten oder sich verschärfen. Dies ist eine Vorwarnung, um Korrekturmaßnahmen zu ermöglichen, bevor ein tatsächlicher Überlastfehler auftritt und das System abschaltet.
Interne Synchronisation defekt
Der IndraDrive MPx02 hat ein Problem mit seiner internen Synchronisation erkannt. Diese interne Synchronisation ist entscheidend für die Koordination verschiedener Antriebsfunktionen, insbesondere in Mehrachsensystemen oder wenn eine präzise Zeitsteuerung erforderlich ist. Eine defekte Synchronisation kann zu unregelmäßigem Verhalten, Kontrollverlust oder Funktionsunfähigkeit führen.
Positioniergeschwindigkeit des Masterachsgenerators zu hoch
Der IndraDrive MPx02 hat erkannt, dass die vorgegebene Positioniergeschwindigkeit vom Masterachsgenerator (z. B. in einer Getriebe- oder Kurvenscheibenanwendung) seine zulässige Grenze für die Slave-Achse überschreitet. Dies kann zu Schleppfehlern, Instabilität in der Slave-Achse oder einem Versagen führen, dem Master genau zu folgen.
Beschleunigung des Master-Achsen-Generators ist null
Der IndraDrive MPx02 hat festgestellt, dass die vom Master-Achsen-Generator vorgegebene Beschleunigung null ist. In einigen Motion-Control-Szenarien, insbesondere solchen mit dynamischer Nachführung, kann eine null Beschleunigung vom Master auf ein unerwartetes oder fehlerhaftes Master-Bewegungsprofil hinweisen, das potenziell zu Problemen für Slave-Achsen führen kann.
CCD error am Knoten
Dieser Fehler weist auf einen Communication Control Device (CCD) error an einem bestimmten Knoten in einem Netzwerk hin, wahrscheinlich einem Feldbus wie SERCOS. Ein CCD error deutet auf ein Problem mit der Kommunikationsschnittstelle oder dem zugrunde liegenden Kommunikationsprotokoll hin, was einen zuverlässigen Datenaustausch und die korrekte Steuerung des IndraDrive MPx02 verhindert.
Analogeingang 1 oder 2, Leitungsbruch
Der IndraDrive MPx02 hat eine Unterbrechung oder einen Leitungsbruch an Analogeingang 1 oder Analogeingang 2 festgestellt. Dies bedeutet, dass der Antrieb kein gültiges Signal vom angeschlossenen analogen Sensor oder der Befehlsquelle empfängt, was potenziell zu falscher Regelung, unregelmäßigem Verhalten oder Problemen mit der Maschinensicherheit führen kann.
HW-Steuerung des Bremswiderstands
Diese Warnung weist auf ein Problem im Zusammenhang mit der Hardware-Steuerung des externen Bremswiderstands hin, der an den IndraDrive MPx02 angeschlossen ist. Dies könnte einen Fehler im Bremswiderstandskreis, dem internen Brems-Chopper des Antriebs oder dessen Steuerung bedeuten, was eine effektive Ableitung der regenerativen Energie verhindert.
Antriebssystem nicht betriebsbereit
Der IndraDrive MPx02 hat den Zustand "betriebsbereit" nicht erreicht, was bedeutet, dass er keine Bewegungsbefehle annehmen oder seinen Leistungsteil freigeben kann. Dies tritt typischerweise auf, weil bestimmte Voraussetzungen nicht erfüllt wurden oder andere aktive Warnungen/Fehler die vollständige Bereitschaft verhindern.
Unterspannung im Netz
Der IndraDrive MPx02 hat erkannt, dass die eingehende Netzspannung (AC line) unterhalb des minimal zulässigen Betriebsschwellenwerts liegt. Dies kann zu einer unzureichenden Leistungsabgabe an den Antrieb und potenziell an den DC bus führen, was die Leistung beeinträchtigt und möglicherweise zu einer Abschaltung führt, um Schäden zu vermeiden.
Unterspannung im Leistungsteil
Der IndraDrive MPx02 hat eine Unterspannung im internen Leistungsteil, speziell am DC-Bus, detektiert. Dies bedeutet, dass die DC-Zwischenkreisspannung unter einen sicheren Betriebsschwellenwert gefallen ist, was durch eine unzureichende eingehende AC-Versorgung oder übermäßigen Strombedarf verursacht werden kann und die Stabilität des Antriebs beeinträchtigt.
Phasenausfall
Der IndraDrive MPx02 hat den Verlust einer oder mehrerer Phasen der eingehenden dreiphasigen AC-Netzversorgung erkannt. Dieser Zustand verhindert den ordnungsgemäßen Betrieb, führt zu unsymmetrischen Strömen und unzureichender Leistung und kann den Antrieb und den Motor beschädigen, wenn er nicht umgehend behoben wird.
Netzausfall
Der IndraDrive MPx02 hat einen vollständigen Verlust der eingehenden AC-Netzstromversorgung erkannt. Dies bedeutet, dass der Antrieb keine Energie mehr aus dem Netz erhält und eine kontrollierte Abschaltung oder eine Ride-Through-Sequenz gemäß seiner Konfiguration einleiten wird, da er den Betrieb nicht aufrechterhalten kann.
Vorwarnung: Bremswiderstandsüberlastung
Der IndraDrive MPx02 hat festgestellt, dass der externe Bremswiderstand seine maximale thermische Kapazität erreicht. Diese Vorwarnung weist darauf hin, dass übermäßige regenerative Energie abgeführt wird, und ein fortgesetzter Betrieb unter diesen Bedingungen zu einer Überhitzung des Widerstands und potenziellen Schäden oder einem Fehler führen könnte.
Nicht bereit zum Einschalten
Der IndraDrive MPx02 befindet sich in einem Zustand, in dem er nicht eingeschaltet werden kann, was bedeutet, dass sein internes Leistungsteil nicht aktiviert werden kann. Dies deutet typischerweise darauf hin, dass eine kritische Voraussetzung oder Sicherheitsbedingung, die vor der Aktivierung der Leistungsausgangsstufen erforderlich ist, nicht erfüllt wurde, wodurch die Motorsteuerung verhindert wird.
Sicherheitsparameter-Validierungsfehler
Die integrierte Sicherheitstechnologie des IndraDrive MPx02 hat eine Inkonsistenz oder einen Fehler während der Validierung sicherheitsrelevanter Parameter festgestellt. Dies deutet auf eine potenzielle Verletzung oder Fehlkonfiguration im Sicherheitssystem hin, die den sicheren Betrieb verhindert und sofortige Aufmerksamkeit erfordert.
Validierungsfehler des sicherheitsrelevanten Betriebsmodus
Die integrierte Sicherheitsfunktion des IndraDrive MPx02 hat eine ungültige oder inkonsistente Konfiguration für einen sicherheitsrelevanten Betriebsmodus (z. B. Safely Limited Speed, Safe Operating Stop) erkannt. Dies verhindert, dass der Antrieb in einen verifizierten sicheren Modus wechselt, was auf ein potenzielles Sicherheitsrisiko hinweist und eine Neukonfiguration erfordert.
Systemfehler Sicherheitstechnik
Ein allgemeiner Systemfehler ist innerhalb der integrierten Sicherheitstechnik des IndraDrive MPx02 aufgetreten. Dies weist auf ein grundlegendes Problem mit dem Betrieb des Sicherheitsmoduls, seiner internen Diagnose oder seiner Kommunikation hin, was zu einer kritischen Sicherheitsabschaltung und der Unfähigkeit führt, sicher zu operieren.
Sicherheitsrelevante Referenz fehlt
Der integrierten Sicherheitstechnik des IndraDrive MPx02 fehlt eine erforderliche sicherheitsrelevante Referenz. Diese Referenz könnte eine spezifische Position, Geschwindigkeit oder Richtung sein, die entscheidend ist für Sicherheitsfunktionen wie Safe Operating Stop oder Safe Position monitoring. Ohne diese kann das Sicherheitssystem den sicheren Betrieb nicht gewährleisten.
Zeitintervall der erzwungenen Dynamisierung überschritten
Der IndraDrive MPx02 hat festgestellt, dass die Anlaufsperre nicht innerhalb des definierten Zeitintervalls, welches durch Parameter P-0-0103 (Time interval of forced dynamization) festgelegt ist, aktiviert wurde. Dies weist auf ein potenzielles sicherheitsrelevantes Problem hin, wenn die Anlaufsperre nicht wie erforderlich aktiviert wird, was möglicherweise einen unbeabsichtigten Start ermöglicht.
Vorwarnung, Ende des Bremsprüfungszeitintervalls
Diese Vorwarnung wird von der IndraDrive MPx02 generiert, wenn die Zeit seit der letzten Haltebremsprüfung das parametrierte Intervall (P-0-0550 oder P-0-3302) um 15 Minuten oder weniger unterschreitet, oder wenn 5 Minuten seit der Antriebsfreigabe vergangen sind, ohne dass eine Bremsprüfung durchgeführt wurde. Sie dient als Erinnerung daran, dass eine Bremsprüfung fällig ist, um die Funktionalität und Sicherheit der Haltebremse zu gewährleisten.
Sollwerteingabe über Master-Kommunikation nicht möglich
Eine Sollwerteingabe über die Master-Kommunikationsschnittstelle (Feldbus) ist für den IndraDrive MPx02 nicht möglich. In der Firmware-Version 04VRS wird diese Warnung als "Kein Datenaustausch über Feldbus möglich" bezeichnet. Der Antrieb kann mit dem letzten gültigen Sollwert weiterlaufen. Diese Warnung kann zu einem automatischen Neustart führen, wenn sie nicht von der Steuerungseinheit behandelt wird.
Ungültiger Adressierungs-Sollwert-Datencontainer A
Ein Fehler ist während der Indexprüfung im Multiplex-Kanal des IndraDrive MPx02 aufgetreten. Während des zyklischen Datenaustauschs zeigt der zum Zugriff auf "Data container A: configuration list command value-x" verwendete Index auf eine nicht initialisierte Position in der Liste, was zu Problemen beim Datenzugriff führt.
Ungültige Adressierung Istwert Datencontainer A
Ein Fehler ist während der Indexprüfung im Multiplexkanal der IndraDrive MPx02 aufgetreten. Während des zyklischen Datenaustauschs zeigt der Index, der für den Zugriff auf „Data container A: configuration list actual value-x“ verwendet wird, auf eine nicht initialisierte Position in der Liste, was zu Problemen beim Lesen von Istwerten führt.
Slave nicht gescannt oder Adresse 0
Der IndraDrive MPx02 (als Slave-Gerät in einem Feldbusnetzwerk) wurde vom Master-Controller nicht erfolgreich gescannt, oder seine konfigurierte Adresse wird als 0 erkannt, was typischerweise eine ungültige oder nicht zugewiesene Adresse ist. Dies verhindert die Kommunikation und Steuerung über den Feldbus, wodurch die Achse funktionsunfähig wird.
Unterspannung im Leistungsteil
Diese Warnung weist darauf hin, dass die Zwischenkreisspannung innerhalb des Leistungsteils des IndraDrive MPx02 unter einen spezifizierten Unterspannungsschwellenwert gefallen ist. Dies kann zu einer reduzierten Motorleistung führen und, bei längerer Dauer, einen Fehlerzustand auslösen, um den Antrieb vor unsachgemäßem Betrieb zu schützen.
Sicherheitsbezogener Stillstand bei aktivierter Antriebsfreigabe
Die integrierte Sicherheitstechnik des IndraDrive MPx02 hat festgestellt, dass der Antrieb freigegeben ist, der Motor sich aber in einem sicherheitsbezogenen Stillstand befindet. Dieser Zustand ist eine Warnung, die darauf hinweist, dass die Sicherheitsstillstandsfunktion aktiv ist, während der Leistungsteil des Antriebs noch freigegeben ist, was möglicherweise nicht der beabsichtigte sichere Zustand ist oder auf ein Problem mit dem Befehl des Sicherheitskreises hindeuten könnte.
Positive Positionsgrenze überschritten
Der IndraDrive MPx02 hat erkannt, dass die Istposition der Achse über die konfigurierte positive Software-Wegbegrenzung (P-0-0045) hinausgefahren ist. Diese Warnung weist darauf hin, dass die Achse einen eingeschränkten Bereich erreicht hat und weitere Bewegungen in positiver Richtung verhindert werden oder einen Fehler verursachen können, um die Maschine vor Überfahren zu schützen.
Quick Stop mit Sondenerkennung ist aktiv
Der IndraDrive MPx02 führt gerade eine Quick Stop-Sequenz aus, und während dieses Prozesses ist ein Sondeneingang (z.B. für Referenzfahrt, präzise Positionserfassung oder einen Endschalter) aktiv geworden. Diese Warnung stellt sicher, dass der Techniker auf die gleichzeitigen Ereignisse aufmerksam ist, die normal sein oder eine unerwartete Interaktion in der Steuerungslogik anzeigen könnten.
Grenzwert für Drehmoment-/Kraft-Istwert aktiv
Das vom Motor erzeugte Ist-Drehmoment oder die Ist-Kraft wird durch einen konfigurierten Parameter im IndraDrive MPx02 begrenzt. Diese Warnung weist darauf hin, dass der Motor an seinem maximal zulässigen Drehmoment/Kraft arbeitet, möglicherweise aufgrund einer übermäßigen Last oder eines zu niedrig eingestellten Grenzwerts, wodurch eine weitere Steigerung der Leistung verhindert wird.
Positiver Verfahrbereichs-Endschalter aktiviert
Der IndraDrive MPx02 hat erkannt, dass der physikalische Endschalter für den positiven Verfahrbereich (hardware limit switch) aktiviert wurde. Dies ist eine kritische Warnung, die darauf hinweist, dass die Achse ihre absolute positive mechanische Endlage erreicht oder überschritten hat, wodurch eine weitere Bewegung in diese Richtung verhindert wird, um die Maschine zu schützen.
Drehmoment-/Kraft-Sollwertbegrenzung aktiv
Der an den IndraDrive MPx02 ausgegebene Drehmoment- oder Kraft-Sollwert wird durch einen konfigurierten Maximalwert begrenzt. Dies weist darauf hin, dass das vom Master-Controller angeforderte Drehmoment/die angeforderte Kraft die eingestellte Grenze des Antriebs oder der Anwendung überschreitet und der Antrieb die Ausgabe begrenzt.
Validierungsfehler der Sicherheitsparameter
Die integrierte Sicherheitstechnik des IndraDrive MPx02 ist während der Validierung sicherheitsrelevanter Parameter auf einen fatalen Fehler gestoßen. Dies deutet auf eine schwerwiegende Inkonsistenz oder Beschädigung in der Sicherheitskonfiguration hin, die einen sicheren Betrieb unmöglich macht und eine vollständige Wiederinbetriebnahme des Sicherheitssystems erfordert, bevor der Antrieb wieder in Betrieb genommen werden kann.
Doppelte MST-Fehlerabschaltung
Das Antriebssystem hat einen gleichzeitigen Fehler von zwei Master Status Telegrammen (MST) erkannt. Dies ist ein kritischer Kommunikationsfehler, der eine schwerwiegende Störung in der primären Kommunikationsverbindung zwischen der Master-Steuerung und dem IndraDrive anzeigt, was zu einer Abschaltung zur Gewährleistung der Sicherheit führt.
Abschaltung aufgrund doppelten MDT-Fehlers
Der Antrieb hat einen gleichzeitigen Ausfall von zwei Master Data Telegrammen (MDT) erkannt. Dies ist ein kritischer Kommunikationsfehler, der eine schwerwiegende Störung in der primären Kommunikationsverbindung anzeigt, bei der die Master-Steuerung keine erwarteten Daten vom IndraDrive empfängt, was zu einer Abschaltung führt.
Ungültige Kommunikationsphasen-Abschaltung
Das IndraDrive hat eine ungültige Kommunikationsphase in seiner Buskommunikation erkannt. Dies bedeutet, dass der Kommunikationsprozess nicht die erwarteten Zustände (z.B. initialization, pre-operational, operational) in der richtigen Reihenfolge durchläuft, oft aufgrund eines unerwarteten Befehls oder eines Kommunikationsfehlers.
Fehler beim Phasenfortschritt
Die Kommunikation zwischen dem IndraDrive und seiner Master-Steuerung konnte nicht zur nächsten erwarteten Kommunikationsphase fortschreiten. Dies weist auf einen Stillstand oder ein Versagen beim Fortschreiten durch die erforderlichen Kommunikationszustände hin (z.B. von phase 0 zu 1, oder 1 zu 2), was den Betriebsmodus verhindert.
Maximale Bremszeit überschritten
Der drive hat die maximal zulässige braking time während einer deceleration sequence überschritten. Dies bedeutet, dass der motor oder die load zu lange brauchte, um zum Stillstand zu kommen oder seine speed zu reduzieren, was oft auf ein Problem mit dem braking system oder excessive inertia hinweist.
Positive Verfahrgrenze überschritten
Die Istposition des Motors hat die konfigurierte positive Software-Verfahrgrenze überschritten. Dieser Fehler deutet darauf hin, dass die Achse ihre zulässige Maximalposition überschritten hat, möglicherweise in einen unsicheren Bereich fährt oder mechanische Schäden verursacht.
Negativer Verfahrwegbegrenzung überschritten
Die Istposition des Motors hat die konfigurierte negative Software-Wegbegrenzung überschritten. Dieser Fehler weist darauf hin, dass die Achse unter ihre zulässige Minimalposition gefahren ist, ähnlich wie F6029, jedoch in der entgegengesetzten Richtung.
Emergency-Stop aktiviert
Der externe Not-Aus-Kreis, der an den IndraDrive angeschlossen ist, wurde aktiviert, was einen sofortigen und kontrollierten Stopp des Motors bewirkt. Dies ist eine Sicherheitsfunktion, die dazu dient, die Maschine im Notfall in einen sicheren Zustand zu versetzen.
Beide Verfahrbereichs-Endschalter aktiviert
Sowohl der positive als auch der negative Hardware-Verfahrweg-Endschalter wurden gleichzeitig aktiviert. Dies ist ein unlogischer Zustand, da die Achse physikalisch nicht gleichzeitig an beiden Enden ihres Verfahrbereichs sein kann, was auf einen Verdrahtungsfehler oder eine Sensorfehlfunktion hindeutet.
Positiver Verfahrbereichs-Endschalter aktiviert
Der Hardware-Endschalter für den positiven Verfahrbereich wurde aktiviert, was darauf hinweist, dass die Achse ihre positive mechanische Grenze erreicht oder überschritten hat. Dies bewirkt, dass der Antrieb weitere Bewegungen in positiver Richtung stoppt, um Schäden zu vermeiden.
Endschalter für negativen Verfahrbereich aktiviert
Der Hardware-Endschalter für den negativen Verfahrbereich wurde aktiviert, was darauf hinweist, dass die Achse ihre negative mechanische Grenze erreicht oder überschritten hat. Dies stoppt weitere Bewegung in negativer Richtung, um Schäden zu vermeiden.
Sicherheitsbezogener begrenzter Inkrement überschritten
Dieser Sicherheitsfehler weist darauf hin, dass ein sicherheitsbezogen überwachter Positionssinkrement überschritten wurde. Dies ist Teil von sicheren Bewegungsüberwachungsfunktionen (z.B. Safe Incremental Position), die sicherstellen, dass die Achse nicht mehr als eine definierte Strecke innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens oder unter bestimmten Bedingungen bewegt wird.
Sicherheitsrelevanter Positionsgrenzwert, Überschreitung in positiver Richtung
Die Istposition des Motors hat einen definierten sicherheitsrelevanten Positionsgrenzwert in positiver Richtung überschritten. Dieser Fehler wird durch Sicherheitsüberwachungsfunktionen (z.B. Safely Limited Position) ausgelöst, um zu verhindern, dass die Achse eine sichere physikalische Grenze überschreitet.
Sicherheitsrelevanter Positionsgrenzwert, Überschreitung in neg. Richtung
Die Istposition des Motors hat einen definierten sicherheitsrelevanten Positionsgrenzwert in negativer Richtung überschritten. Diese Störung, die Teil der sicheren Bewegungsüberwachung ist, verhindert, dass die Achse eine sichere physikalische Grenze in der Rückwärtsrichtung überschreitet.
Geschwindigkeitsgrenzwert überschritten
Die tatsächliche Geschwindigkeit des Motors hat einen sicherheitsrelevanten Geschwindigkeitsgrenzwert überschritten. Dieser Fehler ist Teil der sicheren Bewegungsüberwachung (z. B. Safely Limited Speed) und wird ausgelöst, wenn sich die Achse unter bestimmten Sicherheitsbedingungen schneller als zulässig bewegt, was potenziell zu einer gefährlichen Situation führen kann.
Beschleunigungsschwelle überschritten
Die tatsächliche Beschleunigung des Motors hat eine sicherheitsrelevante Beschleunigungsschwelle überschritten. Dieser Fehler wird durch Sicherheitsüberwachungsfunktionen (z.B. Safe Acceleration Monitoring) ausgelöst, um sicherzustellen, dass die Achse nicht schneller beschleunigt, als es für die Anwendung als sicher gilt, wodurch plötzliche, unkontrollierte Bewegungen verhindert werden.
Sicherheitsrelevante maximale Geschwindigkeit überschritten
Die Istgeschwindigkeit des Motors hat eine sicherheitsrelevante maximale Geschwindigkeitsgrenze überschritten. Dies ist eine kritische Sicherheitsfunktion (z.B. Safe Maximum Speed), die darauf ausgelegt ist, zu verhindern, dass die Achse jemals eine absolut sichere Betriebsgeschwindigkeit überschreitet, unabhängig von Sollwerten, um Maschinenschäden oder Verletzungen zu vermeiden.
Sicherheitsbezogene Endposition überschritten
Die aktuelle Position des Motors hat eine sicherheitsbezogene Endpositionsgrenze überschritten. Dies ist eine kritische Sicherheitsfunktion, ähnlich wie F7011/F7012, bezieht sich aber oft auf einen absoluten physikalischen Anschlag oder eine endgültige Sicherheitsgrenze, was darauf hinweist, dass die Achse in einen unsicheren Bereich gefahren ist.
Positionsfenster für sicherheitsrelevanten Betriebsstillstand überschritten
Die aktuelle Position des Motors hat sich außerhalb des definierten Positionsfensters für den sicherheitsrelevanten Betriebsstillstand bewegt. Dieser Fehler tritt auf, wenn eine sichere Betriebsstillstandsfunktion aktiv ist, was bedeutet, dass der Motor innerhalb einer sehr engen Positionstoleranz gehalten werden sollte, aber abgetrieben ist oder sich übermäßig bewegt hat.
Falsche Bewegungsrichtung
Der Motor versuchte, sich während eines sicherheitsüberwachten Betriebs in eine Richtung zu bewegen, die der erlaubten oder befohlenen Richtung entgegengesetzt ist. Dieser Fehler weist auf eine ernsthafte Diskrepanz zwischen der erwarteten und der tatsächlichen Bewegung hin, üblicherweise ausgelöst durch eine Sicherheitsfunktion wie Safe Direction.
Plausibilitätsfehler parametriert - effektiver Schwellenwert
Dieser Sicherheitsfehler weist auf eine Inkonsistenz oder Unplausibilität zwischen einem konfigurierten sicherheitsrelevanten Schwellenwertparameter und dem tatsächlich effektiven Schwellenwert hin, der von der Sicherheitslogik des Antriebs angewendet wird. Dies bedeutet typischerweise, dass der Antrieb nicht bestätigen kann, dass die Sicherheitseinstellung korrekt implementiert oder aktiv ist.
Plausibilitätsfehler Ist-Positionswert
Der vom Encoder gemeldete oder von der Sicherheitstechnik abgeleitete Ist-Positionswert wird als unplausibel oder inkonsistent angesehen. Dies tritt häufig auf, wenn eine signifikante und unerwartete Diskrepanz zwischen redundanten Positionssensoren oder internen Schätzungen besteht, was auf einen potenziellen Verlust einer zuverlässigen Positionsrückmeldung hinweist.
Plausibilitätsfehler sicherheitsbezogener Betriebsmodus
Eine Inkonsistenz oder Unplausibilität wurde im aktiven sicherheitsbezogenen Betriebsmodus erkannt. Dies bedeutet, dass das Sicherheitssystem des Antriebs nicht bestätigen kann, dass der angeforderte oder tatsächliche Betriebsmodus (z.B. Safe Limited Speed, Safe Operating Stop) korrekt und sicher implementiert wird.
Fehler der Endstufenverriegelung
Dieser Sicherheitsfehler weist auf ein Problem mit dem Verriegelungskreis hin, der die Endstufe (Leistungsteil) des Antriebs steuert. Die Verriegelung ist ein kritischer Sicherheitsmechanismus, der verhindert, dass der Antrieb den Motor mit Strom versorgt, es sei denn, alle Sicherheitsbedingungen sind erfüllt, und ein Fehler bedeutet, dass sie nicht ordnungsgemäß funktioniert.
Zeit für Stoppvorgang überschritten
Die Achse konnte nach Ausgabe eines sicherheitsrelevanten Stoppbefehls nicht innerhalb der zugewiesenen Zeit vollständig zum Stillstand kommen. Dies deutet darauf hin, dass die deceleration der Maschine unzureichend war oder es während des Stopps zu einer unkontrollierten Bewegung kam, was eine safety stopping time requirement verletzt.
Fataler Hardwarefehler
"F8000" ist eine Sammeldiagnosemeldung für zugrunde liegende fatale Hardwarefehler innerhalb des IndraDrive MPx02, insbesondere F8060 (Overcurrent in power section) und F8069 (+/-15Volt DC error). Dieser Code wird normalerweise nicht direkt angezeigt, da der spezifischere Fehler gezeigt wird. Das Auftreten dieses Fehlers führt zu einer sofortigen drehmomentfreien Abschaltung des Antriebs, wodurch der Betrieb unmöglich wird.
Autom. Kommutierung: max. Bewegungsbereich beim Zurückfahren
Während der automatischen Kommutierungsbestimmung hat der Motor seinen maximal zulässigen Bewegungsbereich überschritten, während des Versuchs, sich rückwärts zu bewegen. Dieser Fehler weist darauf hin, dass der Antrieb den korrekten Kommutierungs-Offset innerhalb der erwarteten mechanischen Grenzen während eines automatischen Einrichtungsverfahrens nicht finden konnte.
Kommutierungsversatz konnte nicht bestimmt werden
Der IndraDrive konnte den Kommutierungsversatz, der für eine ordnungsgemäße Motorsteuerung erforderlich ist, während einer automatischen Einrichtungsroutine nicht bestimmen. Dieser Versatz ist entscheidend für die Ausrichtung der Rotorposition mit dem Statorfeld, und seine Abwesenheit verhindert, dass der Antrieb den Motor korrekt startet.
Autom. Kommutierung: max. Bewegungsbereich
Während der automatischen Kommutierung überschritt der Motor seinen maximal zulässigen Bewegungsbereich (entweder in positiver oder negativer Richtung). Dies deutet darauf hin, dass der Antrieb die Kommutierungsbestimmung nicht innerhalb der konfigurierten oder systembedingten mechanischen Bewegungsgrenzen abschließen konnte.
Automatische Kommutierung: Strom zu niedrig
Während des automatischen Kommutierungsverfahrens war der vom IndraDrive gemessene Strom zu niedrig, um den Kommutierungsoffset des Motors effektiv zu bestimmen. Dies bedeutet typischerweise, dass der Antrieb nicht genügend Strom anlegen kann, um den Motor zu drehen oder seine Reaktion zuverlässig zu erkennen.
Automatische Kommutierung: Überstrom
Im Leistungsteil ist während des automatischen Kommutierungsvorgangs ein Überstromzustand aufgetreten. Dies weist darauf hin, dass der Antrieb Strompegel angefordert oder erfahren hat, die sichere Grenzwerte überschreiten, während versucht wurde, den Kommutierungs-Offset des Motors zu bestimmen.
Automatische Kommutierung: Timeout
Die automatische Kommutierungsprozedur konnte nicht innerhalb der vorgegebenen Zeit abgeschlossen werden. Dies deutet darauf hin, dass der IndraDrive den Kommutierungsoffset des Motors nicht innerhalb der erwarteten Dauer erfolgreich bestimmen konnte, was zu einem Timeout-Fehler führte.
Automatische Kommutierung: Iteration ohne Ergebnis
Die automatische Kommutierungsroutine konvergierte wiederholt nicht auf einen gültigen Kommutierungsoffset, was darauf hindeutet, dass der Iterationsprozess kein stabiles oder schlüssiges Ergebnis lieferte. Dies deutet auf inkonsistentes Feedback oder die Unfähigkeit hin, die Motorposition konsistent zu beeinflussen.
Enc. 1: enc. signals incorr. (kann in Ph. 2 gelöscht werden)
Encoder 1, der typischerweise der primäre Motor-Rückführ-Encoder ist, liefert inkorrekte oder ungültige Signale. Dies könnte Signalverlust, Rauschen, invertierte Signale oder eine allgemeine Fehlfunktion bedeuten, die eine genaue Positions- oder Geschwindigkeitsrückmeldung an die IndraDrive verhindert.
Fehler: Mechanische Verbindung des Encoders oder Motoranschluss
Dieser Fehler weist auf ein Problem mit der mechanischen Kopplung zwischen dem Encoder und der Motorwelle oder einem allgemeinen Problem mit der mechanischen Verbindung des Motors hin. Dies kann zu einer Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Drehung des Motors und der vom Encoder gemeldeten Position führen, was zu Regelinstabilität führt.
Anlaufverriegelung bei freigegebenem Antrieb
Der IndraDrive befindet sich in einem freigegebenen Zustand, kann den Motor jedoch aufgrund einer aktiven Anlaufverriegelung nicht starten. Diese Verriegelung erfolgt typischerweise aus Sicherheitsgründen oder um eine unbeabsichtigte Motorbewegung zu verhindern, bis bestimmte Bedingungen erfüllt sind, selbst wenn das Freigabesignal anliegt.
Abschaltung wegen Geräteüberlast
Der IndraDrive hat einen Überlastzustand in seinen internen Leistungskomponenten erkannt und wurde zum Selbstschutz abgeschaltet. Dies geschieht typischerweise, wenn der Umrichter angewiesen wird, über seine Dauerbemessungsleistung hinaus für einen längeren Zeitraum Strom zu liefern, was zu einer übermäßigen internen Wärmeentwicklung führt.
Überstrom im Leistungsteil
Ein übermäßiger Stromfluss wurde im Leistungsteil des IndraDrive MPx02 erkannt, der die internen Grenzwerte des Antriebs überschreitet. Dies ist ein fataler Fehler, der zu einer sofortigen drehmomentfreien Abschaltung führt, um Antrieb und Motor vor Beschädigung zu schützen.
+/-15Volt DC Fehler
Ein Fehler wurde in der internen +/-15VDC Stromversorgung des IndraDrive MPx02 erkannt. Diese interne Versorgung ist kritisch für empfindliche Steuerelektronik, und ihr Ausfall führt zu einem fatalen Fehler, wodurch der Antrieb sofort abschaltet, um weitere Schäden zu verhindern.
+24Volt DC Fehler
Dieser Fehler weist auf ein Problem mit der internen +24V DC Stromversorgung des IndraDrive hin. Diese Spannungsversorgung versorgt typischerweise die Steuerlogik, digitale E/A und möglicherweise externe Sensoren oder Aktoren. Ein Ausfall hier kann zu Kontrollverlust, Verlust der E/A-Funktionalität oder fehlerhaften Sensorwerten führen.
Drehzahlregelkreisfehler
Das IndraDrive hat eine übermäßige Abweichung oder Instabilität der tatsächlichen Motordrehzahl im Vergleich zur Soll-Drehzahl festgestellt, was auf ein Problem mit dem Drehzahlregelkreis hinweist. Dies kann zu schlechter Motorleistung, Oszillationen oder der Unfähigkeit führen, die Zieldrehzahl aufrechtzuerhalten.
Geschwindigkeitsgrenze S-0-0091 überschritten
Die Ist-Geschwindigkeit des Motors hat die durch den Parameter S-0-0091 (Maximum Velocity) definierte Grenze überschritten. Dieser Fehler tritt auf, wenn der Antrieb erkennt, dass sich der Motor schneller dreht als erlaubt, möglicherweise aufgrund externer Kräfte, falscher Steuerung oder einer fehlerhaften Encoder-Messung.
Leistungsteil defekt
Dieser schwerwiegende Fehler weist auf einen Ausfall innerhalb des Leistungsteils des IndraDrive hin, das für die Umwandlung und Versorgung des Motors mit Strom verantwortlich ist. Dies könnte Probleme mit IGBTs, Leistungskondensatoren oder anderen Hochleistungskomponenten beinhalten, wodurch der Umrichter den Motor nicht mehr steuern kann.
Fehler bei der Initialisierung des Steuerungsabschnitts
Im Steuerungsabschnitt des IndraDrive ist während seiner Einschalt- oder Reset-Initialisierungssequenz ein Fehler aufgetreten. Dies deutet auf ein grundlegendes Problem hin, das die korrekte Inbetriebnahme der Steuerungselektronik verhindert, welches auf Hardwarefehler, Firmware-Probleme oder Speicherbeschädigungen zurückzuführen sein könnte.
Fehler beim Initialisieren des Leistungsteils
Das IndraDrive konnte seinen Leistungsteil während des Einschaltens oder nach einem Reset nicht erfolgreich initialisieren. Dies deutet auf ein Problem mit den Leistungskomponenten, der Stromerfassung oder den Spannungsüberwachungsschaltungen hin, die das Gerät daran hindern, sich auf die Leistungsabgabe an den Motor vorzubereiten.
Ungültige Leistungsteil-/Firmware-Kombination
Die auf dem IndraDrive geladene Firmware ist nicht kompatibel mit der erkannten Leistungsteil-Hardware. Diese Inkompatibilität kann nach Firmware-Updates, Hardware-Änderungen oder bei der Installation eines falschen Firmware-Pakets auftreten, was den sicheren oder korrekten Betrieb des Antriebs verhindert.
Ungültige Steuerteil-/Firmware-Kombination
Die auf dem IndraDrive geladene Firmware ist nicht kompatibel mit der erkannten Steuerteil-Hardware. Diese Inkompatibilität verhindert den korrekten Betrieb der Steuerungseinheit, möglicherweise aufgrund einer falschen Firmware-Installation oder eines Austauschs des Steuerteils durch ein inkompatibles Modell.
Steuerteil defekt
Dieser kritische Fehler weist auf eine allgemeine Hardware-Fehlfunktion im Steuerteil des IndraDrive hin. Dies kann Probleme mit dem Prozessor, dem Speicher, den Kommunikationsschnittstellen oder anderen Kernkomponenten umfassen, wodurch der Antrieb nicht mehr betriebsbereit ist.
Firmware von Option 1 der Sicherheitstechnik defekt
Die Firmware für das Sicherheitstechnik-Optionsmodul 1 wird als defekt oder beschädigt erkannt. Dies verhindert, dass die Sicherheitsfunktionen korrekt arbeiten und deaktiviert den Antrieb in der Regel aus Sicherheitsgründen.
Firmware der Option 2 der Sicherheitstechnik defekt
Die Firmware für das Sicherheitsoptionenmodul 2 wird als defekt oder beschädigt erkannt. Ähnlich wie F8129, verhindert dies den Betrieb von Sicherheitsfunktionen und führt zur Antriebsabschaltung zur Einhaltung der Sicherheitsvorschriften.
Fehler bei der Überprüfung von Unterbrechungsschaltungen
Dieser Fehler weist auf ein Problem während der internen Diagnoseprüfung von sicherheitsrelevanten Unterbrechungsschaltungen hin, die oft mit Safe Torque Off (STO) oder Safe Stop Funktionen verbunden sind. Der Antrieb hat eine Inkonsistenz oder Fehlfunktion in der Schaltung erkannt, die dafür ausgelegt ist, die Stromzufuhr zum Motor sicher zu unterbrechen.
Sicherheitsbefehl für Grundinitialisierung fehlerhaft
Der für die Grundinitialisierung der Sicherheitstechnik ausgegebene Sicherheitsbefehl war fehlerhaft oder traf in einer ungültigen Reihenfolge ein. Dies deutet auf ein Problem bei der Programmierung oder Konfiguration der Sicherheitssteuerungslogik hin, das verhindert, dass das Sicherheitssystem korrekt startet.
Konfigurationsparameter der Sicherheitstechnik ungültig
Ein oder mehrere Konfigurationsparameter für die Sicherheitstechnik im IndraDrive sind ungültig oder inkonsistent. Dies verhindert den zuverlässigen Betrieb der Sicherheitsfunktionen und verhindert typischerweise das Einschalten des Antriebs oder löst eine Abschaltung aus.
Timeout während des Ladevorgangs
Beim IndraDrive ist ein Timeout während eines Ladevorgangs aufgetreten, typischerweise beim Versuch, parameters, firmware oder andere Daten in/aus seinem Speicher oder einem externen Speichermedium wie einer MMC card zu laden. Dies deutet auf ein Kommunikationsproblem oder ein Problem mit dem Speicher selbst hin.
Anschlussfehler Netzdrossel
Der IndraDrive hat ein Problem mit dem Anschluss oder der Funktionalität der externen Netzdrossel erkannt. Die Netzdrossel wird zur Unterdrückung von Oberschwingungen und zur Begrenzung des Einschaltstroms verwendet, und ein Anschlussfehler kann zu Problemen mit der Netzqualität führen oder den sicheren Betrieb verhindern.
Überstrom externer Bremswiderstand
Ein übermäßiger Strom wurde durch den externen Bremswiderstand festgestellt, was darauf hindeutet, dass der Widerstand mehr Leistung ableitet, als seiner Nennleistung entspricht. Dies kann zu Überhitzung, Beschädigung oder sogar Brandgefahr des Widerstands führen.
Fehler interner Funktionsaufruf
Dieser schwerwiegende Fehler weist auf ein Problem hin, bei dem ein interner Software-Funktionsaufruf innerhalb des Betriebssystems oder der Anwendungsschicht des IndraDrive fehlgeschlagen ist oder ein unerwartetes Ergebnis zurückgegeben hat. Dies kann auf einen Software-Bug, Speicherfehler oder einen internen Logikfehler hindeuten, der zu einem Systemstillstand führt.
Fehler interner RTOS-Funktionsaufruf
Dieser schwerwiegende Fehler weist auf einen Fehler innerhalb des Real-Time Operating System (RTOS)-Kernels des IndraDrive hin. Ein RTOS-Funktionsaufruf, der einen Fehler zurückgibt, weist auf ein kritisches Problem in der Aufgabenplanung, Speicherverwaltung oder Interprozesskommunikation hin, die für die Echtzeitleistung und -steuerung des Antriebs unerlässlich ist.
Watchdog
Der Watchdog-Fehler zeigt an, dass der interne Watchdog-Timer des IndraDrive nicht innerhalb seines erwarteten Intervalls zurückgesetzt wurde, was dazu führte, dass das System einen Fehler auslöste. Dies deutet typischerweise darauf hin, dass der Hauptprozessor oder eine kritische Softwareaufgabe nicht mehr reagiert oder feststeckt, was den ordnungsgemäßen Systembetrieb verhindert.
Hardware trap
Dieser Fehler weist auf einen kritischen Hardwarefehler hin, der vom Prozessor des IndraDrive erkannt wurde, wie ein ungültiger Speicherzugriff, eine Division durch Null oder eine andere nicht behebbarer CPU-Ausnahme auf Hardware-Ebene. Er deutet auf ein grundlegendes Problem mit der internen Elektronik des Antriebs oder der Interaktion der Firmware mit der Hardware hin.